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Streusalz im Winter: Gefahr für Hundepfoten

  • Autorenbild: Hundeschule unterHUNDs
    Hundeschule unterHUNDs
  • 17. Jan. 2023
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 15. März

zu beseitigen. Für uns Menschen erhöht das die Sicherheit im Straßenverkehr – für Hunde kann Streusalz jedoch zum Problem werden.

Vor allem die empfindlichen Pfotenballen von Hunden reagieren oft sensibel auf Salz und andere Streumittel. Bei regelmäßigen Spaziergängen auf gestreuten Wegen kann es zu Reizungen, Schmerzen oder sogar Entzündungen kommen.

Damit dein Hund auch im Winter gesund und entspannt unterwegs bleibt, lohnt es sich zu wissen, welche Gefahren Streusalz mit sich bringt und wie du die Pfoten deines Hundes schützen kannst.

Mischlingshund steht mit seinen Pfoten auf einem verschneiten Gehweg mit Streusalz – Nahaufnahme von Hundepfoten im Winter.

Warum Streusalz Hundepfoten schädigen kann

Streusalz besteht meist aus Natriumchlorid oder ähnlichen Salzen, die Eis schmelzen lassen. Diese Stoffe wirken jedoch stark austrocknend auf Haut und Pfotenballen.

Das kann mehrere Probleme verursachen:

Austrocknung der Pfoten

Das Salz entzieht der Haut Feuchtigkeit. Dadurch werden die Ballen trocken, spröde und empfindlich.

Risse und kleine Verletzungen

Trockene Haut reißt leichter ein. Schon kleine Risse in den Pfoten können für Hunde schmerzhaft sein.

Entzündungen

Beschädigte Hautstellen bieten Bakterien und Pilzen eine ideale Angriffsfläche. Dadurch können sich Infektionen entwickeln.

Schmerzen beim Laufen

Wenn Pfoten gereizt oder verletzt sind, laufen Hunde oft vorsichtiger oder beginnen zu humpeln.

Gefahr durch Streusalz beim Ablecken

Viele Hunde lecken nach dem Spaziergang ihre Pfoten. Dabei können sie Salzreste aufnehmen.

Das kann zu gesundheitlichen Problemen führen, zum Beispiel:

  • Reizung der Maulschleimhaut

  • Magen-Darm-Beschwerden

  • Erbrechen oder Durchfall

Besonders bei größeren Mengen kann Streusalz sogar Vergiftungserscheinungen verursachen.

Auch Streusplitt kann problematisch sein

Neben Streusalz werden im Winter häufig Splitt oder Streusand eingesetzt.

Diese Materialien sind zwar weniger reizend für die Haut als Salz, können aber ebenfalls Probleme verursachen.

Scharfkantige Steinchen können:

  • zwischen die Zehen geraten

  • Druckstellen verursachen

  • kleine Verletzungen an den Ballen auslösen

Gerade bei längeren Spaziergängen auf gestreuten Wegen kann das für Hunde unangenehm sein.

So schützt du die Pfoten deines Hundes im Winter

Mit einigen einfachen Maßnahmen kannst du die Pfoten deines Hundes gut schützen.

Pfoten nach dem Spaziergang reinigen

Spüle die Pfoten deines Hundes nach dem Spaziergang mit lauwarmem Wasser ab. Dadurch werden Salzreste und kleine Steinchen entfernt.

Pfoten gut abtrocknen

Trockne die Pfoten anschließend sorgfältig ab – auch zwischen den Zehen.

Pfotenpflege verwenden

Pfotenbalsam oder spezielle Pfotenschutzcremes können helfen, die Haut geschmeidig zu halten und eine Schutzschicht gegen Salz zu bilden.

Haare zwischen den Ballen kürzen

Lange Haare zwischen den Ballen können Salz, Eis und Splitt festhalten. Regelmäßiges Kürzen reduziert dieses Risiko.

Empfindliche Hunde schützen

Bei sehr empfindlichen Hunden können Hundeschuhe (Booties) eine sinnvolle Lösung sein. Sie verhindern den direkten Kontakt mit Streusalz und Splitt.

Gestreute Wege möglichst meiden

Wenn möglich, wähle Spazierwege, auf denen kein oder nur wenig Streusalz verwendet wird, zum Beispiel Waldwege oder Parkanlagen.

Warnsignale für gereizte Hundepfoten

Achte im Winter besonders auf folgende Anzeichen:

  • häufiges Pfotenlecken

  • Humpeln

  • rote oder rissige Ballen

  • vorsichtiges Laufen

  • plötzliches Stehenbleiben auf gestreuten Wegen

Diese Signale können darauf hinweisen, dass die Pfoten gereizt oder verletzt sind.

Fazit: Hundepfoten im Winter besonders schützen

Streusalz und Streusplitt können für Hunde im Winter eine echte Belastung darstellen. Trockene Haut, Risse oder kleine Verletzungen an den Pfoten sind häufige Folgen.

Mit regelmäßiger Pfotenpflege, aufmerksamem Beobachten und der Wahl geeigneter Spazierwege kannst du jedoch viel dazu beitragen, die empfindlichen Pfoten deines Hundes zu schützen.

So bleibt der Winterspaziergang für dich und deinen Vierbeiner auch bei Schnee und Eis entspannt.

FAQ: Streusalz und Hundepfoten – wichtige Fragen und Antworten



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