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Grasfressen bei Hunden: Warum Hunde Gras fressen und was dahintersteckt

  • Autorenbild: Michael Sauerwein Hundeschule unterHUNDs
    Michael Sauerwein Hundeschule unterHUNDs
  • 9. Sept. 2023
  • 9 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 24. Juli

Das Wichtigste zuerst: Vier Dinge solltest du über Grasfressen wissen.

Erstens: Grasfressen ist ein normales Verhalten gesunder Hunde – in den bislang vorliegenden kontrollierten Untersuchungen fraßen ausnahmslos alle beteiligten Hunde Gras. Zweitens: Die verbreitetste Erklärung ist zugleich die am schlechtesten belegte. Hunde fressen Gras ganz überwiegend nicht, um sich zu übergeben. Drittens: Der bislang stabilste Befund ist ein Zusammenhang mit dem Hunger – vor der Mahlzeit wird deutlich mehr Gras gefressen als danach. Viertens: Das Risiko liegt nicht im Gras selbst, sondern in dem, was darin steckt: Grannen, Schnecken, Spritzmittel und einzelne Giftpflanzen.

Interessant ist dabei weniger die Frage, warum dein Hund Gras frisst, sondern wann dich das Verhalten aufhorchen lassen sollte. Nicht das Grasfressen an sich ist ein Warnzeichen – wohl aber eine plötzliche, deutliche Veränderung darin.

👉 Einen Überblick über alle Gesundheitsthemen findest du in unserem Ratgeber Hundegesundheit.

Grasfressen beim Hund – Mischling frisst Gras auf einer Wiese


Warum fressen Hunde Gras?

Es gibt nicht die eine Erklärung. Interessant ist aber, dass sich die verschiedenen Hypothesen sehr unterschiedlich gut belegen lassen – und dass ausgerechnet die populärste am schwächsten dasteht.

Der stabilste Befund: Grasfressen hängt am Hunger

Die erste kontrollierte Untersuchung zum Grasfressen legten Bjone, Brown und Price 2007 vor. Zwölf gesunde, entwurmte Hunde bekamen über sechs Tage dreimal täglich Gras angeboten; beobachtet wurde, wie lange und wie oft sie fraßen.

Die Zahlen stammen aus einer kleinen Stichprobe von zwölf Hunden eines einzigen Halters und beschreiben deshalb ein Muster, keine Norm: Vor der Fütterung verbrachten die Hunde im Mittel 2,7 Minuten mit Grasfressen, danach 0,5 Minuten. Je länger die letzte Mahlzeit zurücklag, desto mehr Gras wurde gefressen. Am Morgen war die Aktivität am höchsten, am Nachmittag am niedrigsten.

Die naheliegende Deutung: Gras ist für den Hund schlicht etwas Fressbares. Es wird eher aufgenommen, wenn er hungrig ist, und weniger, wenn er satt ist. Alle Hunde in der Studie waren gesund – ein Krankheitsbezug war für das Verhalten nicht erforderlich.

Der Mythos vom Brechmittel

Die Vorstellung, Hunde fräßen Gras gezielt, um sich zu übergeben, ist die bekannteste Erklärung überhaupt. Sie hält der Überprüfung nicht stand.

In der Untersuchung von Bjone und Kollegen wurden über alle Beobachtungssitzungen hinweg 709 Grasfress-Ereignisse gezählt – und fünf Fälle von Erbrechen bei drei Hunden. McKenzie, Brown und Price prüften die Frage 2010 gezielt: Sie lösten mit einem Ballaststoff-Zusatz (Fructo-Oligosaccharid) vorübergehend weichen Kot aus und verglichen. Bei 374 beobachteten Grasfress-Ereignissen kam es zu zwei Fällen von Erbrechen.

Bemerkenswerter noch ist die Richtung des Effekts: Die Hunde fraßen weniger Gras, während sie weichen Kot hatten, und mehr, während die Verdauung unauffällig war. Wäre Gras ein Selbstbehandlungsmittel gegen Magen-Darm-Beschwerden, müsste das Ergebnis umgekehrt ausfallen.


Das heißt nicht, dass Hunde nach dem Grasfressen nie erbrechen. Es heißt, dass die Reihenfolge in der Regel andersherum gelesen werden muss: Gelegentliches Erbrechen ist eine mögliche Folge, nicht der Zweck. Die Autoren schränken ihren eigenen Befund ausdrücklich ein – geprüft wurde eine Durchfallsymptomatik, nicht Übelkeit oder Verstopfung. Für diese anderen Formen der Magen-Darm-Belastung ist die Frage weiterhin offen.

Ballaststoffe: eine Hypothese, die auf einem einzigen Fall ruht

Dass Hunde Gras fressen, um Ballaststoffe aufzunehmen, klingt plausibel. Der direkte Beleg dafür ist allerdings dünn: Es existiert im Wesentlichen eine Einzelfallbeschreibung. Kang und Kollegen dokumentierten 2007 einen Zwergpudel, der über Jahre täglich Pflanzen fraß und dieses Verhalten nach Umstellung auf eine ballaststoffreiche Ration innerhalb einer Woche einstellte.


Ein einzelner Fall belegt, dass es diesen Zusammenhang geben kann – nicht, wie häufig er ist. Hinzu kommt eine physiologische Einschränkung: Hunde können Gras kaum verdauen. Ein nennenswerter Nährstoffbeitrag ist deshalb unwahrscheinlich; als reine Rohfaser bleibt ein möglicher Effekt auf die Darmpassage denkbar, aber unbelegt.

In der großen Halterbefragung von Sueda, Hart und Cliff fand sich zudem kein Zusammenhang zwischen Pflanzenfressen und der Art der Fütterung. Eine Futterumstellung ist damit ein legitimer Versuch, wenn dein Hund auffällig viel Gras frisst – aber keine verlässliche Lösung.

Stress und Übersprungshandlung: plausibel, aber nicht belegt

In der Praxis wird Grasfressen häufig als Übersprungshandlung gedeutet – als Verhalten, das nicht zur Situation passt und der Spannungsregulation dient. Das ist eine nachvollziehbare Beobachtung vieler Trainerinnen und Trainer, uns eingeschlossen.

Wichtig ist die Einordnung: In der wissenschaftlichen Literatur zu Übersprungshandlungen beim Hund werden regelmäßig Züngeln, Nasenlecken, Pfotenheben, Gähnen und Kopfabwenden geführt. Grasfressen gehört nicht zu diesem etablierten Katalog. Es fehlt bislang eine Untersuchung, die das Verhalten unter kontrollierten Bedingungen an Stressparameter koppelt.

Für den Alltag heißt das: Wenn dein Hund ausgerechnet in Konfliktsituationen zu fressen beginnt – bei einer Hundebegegnung, im Training, wenn er nicht weiterkommt –, ist der Zusammenhang eine sinnvolle Arbeitshypothese. Als gesicherte Erklärung taugt er nicht.

Geschmack, Alter und Gewohnheit

Ein Teil des Verhaltens ist vermutlich schlicht Vorliebe. In der Untersuchung von Bjone und Kollegen zeigten die Hunde keine Präferenz zwischen den beiden angebotenen Grasarten – die häufig zu lesende Behauptung, es gebe ein bestimmtes „Hundegras", fand keine Bestätigung.

Ein Altersmuster zeichnet sich dagegen ab: In der Halterbefragung von Sueda und Kollegen fraßen jüngere Hunde häufiger Pflanzen als ältere. Das passt zu dem, was wir aus der Welpenentwicklung kennen – junge Hunde erkunden ihre Umwelt intensiv über das Maul.

Der evolutionäre Hintergrund

Pflanzenfressen ist bei Wildcaniden gut dokumentiert. In Kot- und Mageninhaltsproben von Wölfen und Pumas wurde Pflanzenmaterial nachgewiesen; die Anteile schwanken zwischen den Untersuchungen erheblich, weshalb sich daraus keine belastbare Häufigkeitsangabe ableiten lässt.

Eine diskutierte Erklärung ist ein möglicher Beitrag zur Parasitenkontrolle: Unverdaute Pflanzenfasern könnten die Darmpassage beschleunigen und dabei helfen, Würmer auszuschleusen – ein Mechanismus, der bei Schimpansen für das Schlucken ganzer Blätter beschrieben wurde. Für den Hund ist das eine Hypothese über die Herkunft des Verhaltens, keine Erklärung für den Einzelfall. Sueda und Kollegen fanden in ihrer Befragung ausdrücklich keinen Zusammenhang zwischen Pflanzenfressen und nachgewiesenem Parasitenbefall.



Ist Grasfressen gefährlich?

Das Gras selbst ist für einen gesunden Hund in üblichen Mengen unproblematisch. Die relevanten Risiken liegen in dem, was sich darin befindet – und sie sind sehr unterschiedlich schwer zu bewerten.

Grannen – das konkreteste Risiko

Von Mai bis in den Herbst sind Grannen die praktisch bedeutsamste Gefahr auf der Wiese. Die widerhakenartig aufgebauten Ährenteile bleiben im Fell hängen, gelangen in Nase, Ohren, Augen und zwischen die Zehen – und wandern durch ihre Bauform nur in eine Richtung: weiter ins Gewebe hinein.

Beim Grasfressen kommt das Maul direkt in Kontakt mit dem Bestand. Grannen können in Maulschleimhaut, Zunge, Mandelbereich oder Rachen eindringen. Typisch sind plötzliches Würgen, Schmatzen, Kopfschütteln, einseitiges Kratzen am Fang oder eine Umfangsvermehrung, die erst Tage später auffällt.


Achte in der Grannenzeit besonders auf hohe, ausgereifte, trockene Bestände – dort ist die Belastung am höchsten.

👉 Was du erkennen und tun kannst, steht ausführlich in unserem Beitrag Grannen beim Hund.

Schnecken und Lungenwürmer

Der Französische Herzwurm (Angiostrongylus vasorum) nutzt Nackt- und Gehäuseschnecken als Zwischenwirte. Hunde infizieren sich klassischerweise über das Fressen einer Schnecke. Die ESCCAP führt daneben die direkte orale Aufnahme von Larven, die von Schnecken in die Umgebung abgegeben wurden, als möglichen Übertragungsweg auf – ausdrücklich auch beim Grasfressen. Nach experimentellen Daten bleiben diese Larven mindestens acht Wochen infektiös.

Wie groß dieser zweite Übertragungsweg in der Praxis ist, ist bislang nicht geklärt. Auch die Verbreitung lässt sich schwer beziffern: In einer gezielten Untersuchung an Hunden mit ungeklärter Lungensymptomatik lag der Anteil positiver Befunde bei 7,4 Prozent – eine Zahl aus einer stark vorselektierten Gruppe, die sich nicht auf die Allgemeinheit der Hunde übertragen lässt. Ältere Erhebungen aus Routineeinsendungen lagen im Bereich von Bruchteilen eines Prozents.


Die Erkrankung äußert sich vor allem in Atemproblemen und Gerinnungsstörungen und ist gut behandelbar – vorausgesetzt, sie wird bedacht. Wenn dein Hund gerne Schnecken oder schneckenbewachsenes Gras aufnimmt, ist das ein Punkt für das nächste Gespräch mit deiner Tierärztin.


Behandelte Flächen

Gedüngte oder mit Pflanzenschutzmitteln behandelte Rasenflächen, Straßenränder und intensiv gepflegte Grünanlagen sind die Bereiche, die du am einfachsten meiden kannst. Der Aufwand ist gering, der Sicherheitsgewinn eindeutig – hier lohnt sich Konsequenz mehr als bei allem anderen in diesem Abschnitt.


Auch Spulwurmeier halten sich lange im Boden. Sie sind allerdings kein spezifisches Grasfress-Problem, sondern ein Argument für ein durchdachtes Entwurmungs- beziehungsweise Kotuntersuchungskonzept.


Giftige Pflanzen zwischen dem Gras

In naturnahen Wiesen wachsen einzelne Pflanzen, deren Aufnahme ernsthaft gefährlich ist. Die praktisch wichtigsten sind die Herbstzeitlose (Colchicin, sehr geringe toxische Menge, schwerer Verlauf) und die Eibe (Taxine, rasch wirksam). Beide sind für Hunde hochrelevant.

Bei anderen häufig genannten Wiesenpflanzen ist die Bedeutung für den Hund geringer, als Listen vermuten lassen: Jakobskreuzkraut etwa ist ein Leberschadstoff mit chronischem Wirkprofil und in erster Linie ein Problem für Pferde und Rinder, die es über Heu in großen Mengen aufnehmen – für Hunde ist es kein typisches Vergiftungsszenario.


👉 Eine vollständige Übersicht findest du unter Giftige Pflanzen für Hunde. Bei konkretem Verdacht hilft dir Vergiftung beim Hund: So handelst du im Notfall richtig weiter.

Große Mengen auf einmal

Wenn ein Hund in kurzer Zeit sehr viel Gras aufnimmt, sind vorübergehendes Unwohlsein und Erbrechen möglich. Verschlüsse durch verfilzte Pflanzenfasern kommen vor, sind aber selten und betreffen meist Hunde, die ohnehin auffällig große Mengen unverdaulichen Materials aufnehmen.

Auffälliges Schlingen ist dabei der interessantere Befund: Ein Hund, der Gras hastig und in Mengen herunterschluckt, statt zu zupfen und zu kauen, verhält sich anders als ein Hund, der beiläufig nascht. Diese Veränderung ist einen Blick wert.

Was kannst du im Alltag tun?

Am wichtigsten: den Ort steuern, nicht das Verhalten

Weil Grasfressen ein normales Verhalten ist, besteht kein Grund, es generell zu unterbinden. Sinnvoller ist die Auswahl der Flächen: unbehandelte, kurze bis mittelhohe Bestände statt Straßenrand, Zierrasen und ausgereifter Trockenbestand in der Grannenzeit.

Von routinemäßigem Wegziehen und Ermahnen raten wir ab. Es erzeugt Konflikt um ein Verhalten, das in aller Regel unproblematisch ist – und Hunde, die beim Fressen unter Zeitdruck geraten, schlucken tendenziell hastiger, statt zu zupfen. Wenn du in einer konkreten Situation unterbrechen willst, dann über einen positiv aufgebauten Rückruf oder ein Umorientierungssignal, nicht über Druck.

Beobachten statt bewerten

Weil sich nicht die Häufigkeit an sich, sondern deren Veränderung als Signal eignet, lohnt es sich, ein grobes Gefühl für den Normalzustand deines Hundes zu haben: Frisst er eher morgens vor dem Futter? Eher unterwegs? Eher in bestimmten Situationen? Wer das ungefähr kennt, merkt eine Abweichung.

Fütterung prüfen

Wenn dein Hund auffällig viel Gras frisst, ist ein Blick auf die Ration sinnvoll – Menge, Verteilung über den Tag, Rohfaseranteil. Nach der Datenlage ist die Erwartung allerdings gedämpft anzusetzen: Der belegte Zusammenhang beruht auf einem einzelnen dokumentierten Fall.

Auslastung

Für Hunde, die vor allem in Leerlaufphasen Gras fressen, ist Beschäftigung ein sinnvoller Ansatz – Nasenarbeit, Suchspiele, abwechslungsreiche Wegführung. Ob das die Ursache trifft, weißt du erst hinterher; schaden tut es nicht.


👉 Ideen dafür sammeln wir in Denksport, Nasenarbeit und kreative Beschäftigung.

Wann solltest du zur Tierärztin gehen?

Nicht das Grasfressen ist der Anlass, sondern das, was daneben steht:

  • Das Verhalten ändert sich deutlich und plötzlich – nach Häufigkeit, Menge oder Art (hastiges Schlingen statt Zupfen)

  • Erbrechen tritt wiederholt auf, nicht nur vereinzelt

  • Es kommen weitere Zeichen hinzu: Durchfall, Appetitverlust, Speicheln, Unruhe, Apathie, Schonhaltung

  • Dein Hund würgt, schmatzt oder kratzt sich nach dem Grasfressen anhaltend am Fang – Verdacht auf Granne

  • Atemprobleme, Husten oder ungewöhnliche Blutungsneigung treten auf

  • Dein Hund frisst Gras und wirkt dabei erkennbar unwohl

Der letzte Punkt ist der entscheidende. Ein gesund wirkender Hund, der beiläufig Gras frisst, braucht keinen Termin. Ein Hund, dem man ansieht, dass etwas nicht stimmt, braucht ihn – unabhängig davon, ob er Gras gefressen hat.


Fazit: normal, aber nicht beliebig

Grasfressen gehört zum normalen Verhaltensrepertoire des Hundes. Die verbreitete Erklärung – der Hund behandle damit seinen Magen – hält der experimentellen Überprüfung nicht stand; der belastbarere Zusammenhang besteht mit dem Hunger.

Praktisch folgt daraus eine Verschiebung der Aufmerksamkeit: weg von der Frage, ob dein Hund Gras frisst, hin zu wo und wie. Der Ort entscheidet über das Risiko – Spritzmittel, Schnecken, Grannen, einzelne Giftpflanzen. Und eine deutliche Veränderung im Muster ist das Signal, auf das es sich zu achten lohnt, nicht das Verhalten selbst.



Quellen

  • Beaver, B. V. (1981). Grass eating by carnivores. Veterinary Medicine, Small Animal Clinician, 76(7), 968–969.

  • Bjone, S. J., Brown, W. Y., & Price, I. R. (2007). Grass eating patterns in the domestic dog, Canis familiaris. Recent Advances in Animal Nutrition in Australia, 16, 45–49.


  • ESCCAP Deutschland e. V. (2025). Bekämpfung von Würmern (Helminthen) bei Hunden und Katzen (ESCCAP-Empfehlung Nr. 1). https://www.esccap.de/empfehlung/helminthen-2/

  • Hart, B. L. (2008). Why do dogs and cats eat grass? Veterinary Medicine, 103(12), 648–649.


  • Huffman, M. A., Page, J. E., Sukhdeo, M. V. K., Gotoh, S., Kalunde, M. S., Chandrasiri, T., & Towers, G. H. N. (1996). Leaf-swallowing by chimpanzees: A behavioral adaptation for the control of strongyle nematode infections. International Journal of Primatology, 17(4), 475–503. https://doi.org/10.1007/BF02735191


  • Kang, B.-T., Jung, D.-I., Yoo, J.-H., Park, C., Woo, E.-J., & Park, H.-M. (2007). A high fiber diet responsive case in a poodle dog with long-term plant eating behavior. Journal of Veterinary Medical Science, 69(7), 779–782. https://doi.org/10.1292/jvms.69.779


  • McKenzie, S. J., Brown, W. Y., & Price, I. R. (2010). Reduction in grass eating behaviours in the domestic dog, Canis familiaris, in response to a mild gastrointestinal disturbance. Applied Animal Behaviour Science, 123(1–2), 51–55. https://doi.org/10.1016/j.applanim.2009.12.014




Einordnung der Quellenlage

Die Aussagen zum Grasfressen stützen sich auf die vorliegenden Primärarbeiten, die in diesem Feld überschaubar sind: zwei kontrollierte Verhaltensexperimente mit kleinen Stichproben (Bjone et al. 2007, n = 12; McKenzie et al. 2010) sowie eine mehrteilige Halterbefragung (Sueda et al. 2008). Die Befragungsdaten beruhen auf Halterangaben und richteten sich in ihrem größten Teil gezielt an Halter grasfressender Hunde; die Häufigkeitsangaben daraus sind entsprechend nicht auf die Gesamtpopulation übertragbar. Die Angaben zu Angiostrongylus vasorum wurden anhand tiermedizinischer Fachinformationen und der Empfehlungen der ESCCAP Deutschland eingeordnet. Aussagen zu giftigen Pflanzen wurden anhand toxikologischer Standardquellen eingeordnet. Einzelne Primärarbeiten wurden für diese Fassung nicht vollständig im Volltext ausgewertet.


Häufige Fragen zum Grasfressen bei Hunden




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