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Hunderatgeber · Hundeerziehung und Training

Dummytraining beim Hund – Apportiertraining für Auslastung, Bindung und Kontrolle

Der Unterschied zum Bällchenwerfen beginnt beim Warten: Der Hund startet erst auf Signal. Das übt Ruhe, wo das Werfen Erregung aufbaut. Gearbeitet wird mit der Nase.

Michael Sauerwein

Kurz zusammengefasst

Drei Dinge unterscheiden Dummytraining von „Bällchen werfen". Erstens arbeitet der Hund überwiegend mit der Nase statt mit den Augen – gesucht wird, was nicht sichtbar liegt. Zweitens steht am Anfang jeder Aufgabe das Warten: Der Hund startet erst auf Signal, was Impulskontrolle aufbaut statt Erregung. Und drittens ist es ein zusammengesetztes Verhalten aus mehreren Gliedern – suchen, aufnehmen, tragen, abgeben –, das einzeln aufgebaut und dann verbunden wird.

Dummytraining, auch Apportiertraining oder Dummyarbeit genannt, verbindet Bewegung mit Nasenarbeit und Konzentration. Ursprünglich stammt es aus der jagdlichen Ausbildung von Retrievern, heute wird es auch als Beschäftigung für Familienhunde eingesetzt. Richtig aufgebaut stärkt es die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Hund – und kann für eine Auslastung sorgen, die nachhaltiger wirkt als reine Bewegung.

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Labrador läuft über eine Wiese und trägt einen Dummy im Maul.

1. Was Dummytraining ist

Der Hund lernt, einen Apportiergegenstand – den Dummy – auf Signal zu suchen, aufzunehmen und kontrolliert zurückzubringen. Typische Elemente sind das gezielte Suchen, kontrollierte Aufnehmen, ruhige Zurückbringen und das Abgeben auf Signal.

Der entscheidende Unterschied: geworfen oder ausgelegt

Diese Unterscheidung wird oft übergangen, obwohl sie den Charakter des Trainings bestimmt:

Markierung. Der Hund sieht, wie der Dummy fällt, und holt ihn. Das ist am Anfang hilfreich, weil er die Aufgabe schnell versteht – aber es ist auch der Teil, der dem Ballwerfen am nächsten kommt: Bewegung sehen, hinterherlaufen.

Verlorensuche. Der Dummy liegt bereits, ohne dass der Hund es gesehen hat. Jetzt muss er ein Gebiet absuchen und mit der Nase arbeiten. Das ist deutlich ruhiger, dauert länger und lastet nachhaltiger aus.

Einweisen. Der Mensch dirigiert den Hund über Richtungssignale zum Dummy – die anspruchsvollste Form der Zusammenarbeit.

Wer Dummytraining ausschließlich als schnelles Werfen und Hetzen gestaltet, nutzt nur einen kleinen Teil dessen, was Dummyarbeit ausmacht. Entscheidend sind dabei Häufigkeit, Erregungsniveau, Aufbau und die Frage, ob dein Hund danach wieder herunterkommt. Der eigentliche Wert liegt in den Sucharbeiten.

2. Ziele und Wirkung

Erregungsregulation. Der Hund lernt zu warten, statt loszustürmen. Diese Fähigkeit kann sich in den Alltag übertragen – automatisch geschieht das aber nicht.

Zusammenarbeit und Bindung. Der Mensch gibt Signale, bestimmt die Richtung, belohnt Kooperation – der Hund lernt, sich zu orientieren. Mehr dazu unter Bindung zum Hund stärken.

Geistige Auslastung. Konzentriertes Suchen kann nachhaltiger ermüden als Rennen. Weitere Ideen unter Denksport und Nasenarbeit.

Körperliche Bewegung in kontrolliertem Rahmen, ohne die abrupten Stopps und Richtungswechsel des Ballspiels.

Vorbereitung auf jagdliche Arbeit bei entsprechend geführten Hunden.

3. Dummytraining und Jagdverhalten

Hier lohnt genaues Hinsehen, weil Dummyarbeit oft als Jagdersatz empfohlen wird.

Jagdverhalten läuft als Verhaltenskette ab: orientieren, fixieren, anschleichen, hetzen, packen, töten, zerlegen. Dummytraining spricht gezielt bestimmte Teile dieser Verhaltenskette an – suchen, finden, packen, tragen – und lässt das Hetzen weitgehend aus. Zur Einordnung: Die Abfolge ist ein vereinfachtes Modell; Jagdverhalten läuft nicht als immer gleiches lineares Programm ab. Genau darin liegt der Unterschied zum Ballspiel, das vor allem das Hetzen bedient.

Das funktioniert allerdings nur, wenn du es entsprechend gestaltest. Ständiges Werfen bedient wieder das Hetzen und kann die Empfindlichkeit für Bewegungsreize erhöhen – dasselbe Muster, das wir bei Ballspielen beschreiben. Für Hunde, bei denen Jagdverhalten ein Thema ist, gilt deshalb: überwiegend Verlorensuche, Dummy möglichst nicht in Sichtweite werfen, viel Warten vor dem Start.

Und eine Einschränkung gehört dazu: Dummytraining ersetzt kein Antijagdtraining. Es kann ein Baustein sein, weil es dem Hund eine erlaubte Beschäftigung für vorhandene Motivation bietet – die Kontrolle im Ernstfall muss aber gesondert aufgebaut werden.

Aus der Praxis (Einzelfall, kein wissenschaftlicher Nachweis): Rüde Jarik wurde zum Dummytraining angemeldet, weil er Rehen nachstellte. Nach vier Wochen mit vielen geworfenen Dummys war er draußen eher reaktiver geworden. Umgestellt auf ausgelegte Sucharbeit mit langen Wartezeiten und ohne sichtbaren Wurf, veränderte sich das Bild deutlich – er kam ruhiger vom Platz und war unterwegs besser ansprechbar.

4. Welche Hunde eignen sich?

Viele Hunde können Dummytraining lernen. Besonders naheliegend ist es bei Retrievern, Spaniels und Vorstehhunden, aber viele Familienhunde und Mischlinge haben ebenso Freude daran.

Anzupassen ist das Training an Alter, Gesundheit und Temperament:

Junge Hunde im Wachstum. Kurze Distanzen, keine weiten Würfe mit abruptem Abbremsen, keine Sprünge. Suchspiele auf kleinem Raum sind dagegen gut geeignet.

Ältere Hunde. Sucharbeit funktioniert oft noch hervorragend, wenn lange Läufe nicht mehr gehen.

Hunde, die ungern abgeben. Ein häufiges Thema: Der Hund bringt zwar, gibt aber nicht her oder weicht aus. Das ist kein Ungehorsam. Nicht immer steckt Ressourcenverteidigung dahinter – häufig spielen Lernerfahrungen und der erwartete Verlust des Gegenstands eine Rolle. Sinnvoll ist ein Tauschgeschäft – Dummy gegen etwas Gleichwertiges – und vor allem, dass der Dummy nach dem Abgeben oft wieder ins Spiel kommt. Wer den Dummy sofort einsteckt, kann das Abgeben damit bestrafen.

5. Wann Dummytraining nicht das Richtige ist

Drei Situationen, in denen etwas anderes zuerst dran ist.

5.1 Bei ausgeprägter Ressourcenverteidigung

Ein Hund, der Gegenstände gegen Annäherung verteidigt, gehört nicht ins Apportiertraining, sondern an das Thema selbst. Das Abgeben zu üben, während der Hund den Dummy als zu schützende Ressource bewertet, verschärft den Konflikt eher, als dass es ihn löst. Zuerst geht es um Tauschen, Vertrauen und darum, dass Annäherung nicht Verlust bedeutet.

5.2 Bei körperlichen Einschränkungen

Apportieren belastet Gelenke und Wirbelsäule – durch abruptes Starten, Abbremsen und Wenden. Bei älteren Hunden, bei bekannten orthopädischen Befunden und bei jedem Hund, der plötzlich langsamer wird oder bestimmte Bewegungen meidet, gehört das tierärztlich abgeklärt, bevor weitertrainiert wird. Schmerz zeigt sich nicht immer durch offensichtliche Lahmheit (Mills et al., 2020).

Ganz ausgeschlossen ist Dummyarbeit dadurch nicht: Ruhige Verlorensuche ohne Sprints ist oft auch dann möglich, wenn Markierungen mit vollem Tempo nicht mehr passen.

5.3 Wenn der Hund ohnehin über der Schwelle arbeitet

Dummytraining kann Erregung regulieren – aber nur, wenn der Hund ansprechbar bleibt. Ein Hund, der schon beim Anblick des Dummys nicht mehr zu erreichen ist, übt keine Kontrolle, sondern hohe Erregung. Dann geht es zuerst darum, den Aufbau zu vereinfachen: weniger Reize, kürzere Distanzen, mehr Wartezeit vor dem Start.

6. Ausrüstung

Der Dummy ist ein speziell entwickelter Apportiergegenstand. Übliche Varianten:

Standard-Dummys in unterschiedlichen Gewichten. 500 g ist die klassische Größe; für kleine Hunde und den Einstieg gibt es leichtere Ausführungen. Ein 1000-g-Dummy ist ausgewachsenen, kräftigen Hunden vorbehalten – das Gewicht muss zum Hund passen, nicht umgekehrt.

Wasserdummys, schwimmfähig, für die Arbeit am und im Gewässer.

Fell- oder Wilddummys, die realen Jagdsituationen näherkommen und im fortgeschrittenen Training eingesetzt werden.

Achte auf stabile Verarbeitung, keine scharfen Kanten, gute Maulpassform und speichelfestes Material.

7. Wie das Training aufgebaut wird

1. Grundübungen

Im ruhigen Umfeld beginnen: Dummy sichtbar auslegen, Signal geben, der Hund bringt, Abgabe belohnen. Hier lernt er die Grundaufgabe.

2. Schwierigkeit steigern

Größere Entfernungen, versteckte Dummys, mehrere ausgelegte Dummys, Richtungsanweisungen. Der Hund muss zunehmend konzentriert arbeiten und auf Signale achten.

Steigere dabei immer nur einen Faktor gleichzeitig – entweder Distanz oder Ablenkung oder Anzahl, nicht alles auf einmal.

3. Feinarbeit

Ruhiges Halten, korrektes Vorsitzen, sauberes Ausgeben auf Signal, geduldiges Warten vor dem Start.

Aus der Praxis (Einzelfall, kein wissenschaftlicher Nachweis): Hündin Nelli brachte den Dummy zuverlässig – ließ ihn aber immer zwei Meter vor ihrem Menschen fallen. Der Grund fand sich schnell: Beim Abgeben wurde ihr der Dummy jedes Mal aus dem Maul gezogen. Nachdem das Abgeben mit einem Tausch und einem sofortigen zweiten Wurf belohnt wurde, kam sie innerhalb weniger Einheiten bis vor die Füße.

8. Lerntheoretischer Hintergrund

Dummytraining nutzt mehrere Prinzipien gleichzeitig – und hier lohnt eine Unterscheidung, die häufig verschwimmt:

Positive Verstärkung. Erwünschtes Verhalten wird belohnt und dadurch häufiger gezeigt.

Chaining (Verkettung). Apportieren ist kein einzelnes Verhalten, sondern eine Kette: suchen → aufnehmen → tragen → vorsitzen → abgeben. Jedes Glied wird einzeln aufgebaut und dann verbunden. Wenn es im Training hakt, liegt es meistens an einem bestimmten Glied der Kette – nicht an „dem Apportieren".

Shaping (Formen). Etwas anderes: Hier verstärkst du Annäherungen an ein Verhalten, das der Hund noch nicht zeigt – etwa beim Aufbau des Aufnehmens bei einem Hund, der den Dummy zunächst nur anschaut.

Beide Techniken kommen im Dummytraining vor, lösen aber verschiedene Aufgaben. Mehr dazu unter moderne Lerntheorie in der Hundeerziehung und in unserer Einführung ins Clickertraining.

9. Sicherheit und Gesundheit

  • Auf gelenkschonendem Untergrund trainieren, rutschige Böden meiden
  • Ausreichend Pausen einplanen
  • Nicht überfordern – konzentriertes Arbeiten ermüdet schneller als es aussieht
  • Auf Körpersignale achten: Müdigkeit, starkes Hecheln, nachlassende Genauigkeit
  • Bei warmem Wetter besonders vorsichtig sein; Nasenarbeit ist anstrengend
  • Bei jungen und älteren Hunden Intensität und Distanzen anpassen

Ein praktischer Hinweis noch: Trainiere möglichst nicht dort, wo andere Hunde frei laufen. Ein Dummy ist eine attraktive Ressource, und Konflikte entstehen schneller als gedacht.

10. Motivation

Dummytraining funktioniert über positive Verstärkung – freundliches Lob, kleine Futterbelohnungen, kurze Spielsequenzen. Bei vielen Hunden ist die stärkste Belohnung allerdings die Aufgabe selbst: der nächste Dummy.

Druck oder Strafe wirken hier besonders kontraproduktiv, weil sie das Apportieren mit Anspannung verknüpfen können – und ein Hund, der beim Abgeben Unangenehmes erwartet, bringt womöglich irgendwann nicht mehr. Warum wir grundsätzlich auf Strafe verzichten, haben wir gesondert beschrieben.

11. Verwandte Trainingsformen

Dummytraining gehört zu den Apportierarbeiten und wird heute auch als Teil moderner Nasenarbeit genutzt. Verwandt sind unter anderem Mantrailing, Fährtenarbeit, Zielobjektsuche sowie Denksport und Beschäftigungstraining. Alle fördern Konzentration, geistige Auslastung und Zusammenarbeit.

12. Fazit

Dummytraining verbindet Bewegung, Nasenarbeit und Kopfarbeit – vorausgesetzt, es wird als Sucharbeit betrieben und nicht als Wurfspiel. Richtig aufgebaut fördert es Impulskontrolle, konzentriertes Arbeiten und die Zusammenarbeit mit dir.

Entscheidend sind ein kleinschrittiger Aufbau, ein Abgeben, das sich für den Hund lohnt, und die Bereitschaft, lieber ruhig zu suchen als viel zu werfen.

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Quellen

  • Demant, H., Ladewig, J., Balsby, T. J. S. & Dabelsteen, T. (2011). The effect of frequency and duration of training sessions on acquisition and long-term memory in dogs. Applied Animal Behaviour Science, 133(3–4), 228–234. https://doi.org/10.1016/j.applanim.2011.05.010 (44 Beagles, Laborstudie zum Aufgabenerwerb)
  • Mills, D. S., et al. (2020). Pain and problem behavior in cats and dogs. Animals, 10(2), 318. https://doi.org/10.3390/ani10020318 (Schmerz als möglicher Faktor bei Verhaltensveränderungen)
  • Vieira de Castro, A. C., et al. (2020). Does training method matter? Evidence for the negative impact of aversive-based methods on companion dog welfare. PLOS ONE, 15(12), e0225023. https://doi.org/10.1371/journal.pone.0225023

Wichtigste Erkenntnisse im Überblick zum Dummytraining

Der Unterschied zum Ballwerfen beginnt beim Warten. Der Hund startet erst auf Signal – das übt, in dieser Situation ruhig zu bleiben, wo das Werfen Erregung aufbaut. Ein Übertrag auf andere Situationen ergibt sich daraus nicht automatisch.

Ausgelegt statt geworfen ist der zweite Unterschied. Der Hund arbeitet dann mit der Nase statt mit den Augen.

Dummytraining spricht bestimmte Glieder der Jagdkette an – suchen, finden, packen, tragen – und lässt das Hetzen weitgehend aus.

Es ersetzt trotzdem kein Antijagdtraining. Ständiges Werfen bedient wieder das Hetzen und kann die Empfindlichkeit für Bewegungsreize erhöhen.

Apportieren ist eine Kette, kein einzelnes Verhalten: suchen, aufnehmen, tragen, vorsitzen, abgeben. Hakt es, liegt es meistens an einem bestimmten Glied.

Steigere immer nur einen Faktor gleichzeitig – Distanz, Ablenkung oder Schwierigkeit, nicht alles auf einmal.

Probleme beim Abgeben sind selten Ungehorsam, sondern hängen häufig mit Lernerfahrungen und dem erwarteten Verlust des Dummys zusammen.

Bei ausgeprägter Ressourcenverteidigung gehört das Thema selbst zuerst bearbeitet, nicht das Apportieren.

Bei plötzlich verändertem Bewegungsverhalten gehören körperliche Ursachen abgeklärt – Schmerz zeigt sich nicht immer durch Lahmheit (Mills et al., 2020).

Häufige Fragen zum Dummytraining beim Hund

Was ist Dummytraining beim Hund?

Dummytraining ist eine strukturierte Form des Apportiertrainings. Der Hund lernt, einen speziellen Apportiergegenstand – den sogenannten Dummy – auf Signal zu suchen, aufzunehmen und kontrolliert zum Menschen zurückzubringen. Im Gegensatz zu einfachem Werfen geht es vor allem um konzentrierte Sucharbeit, Zusammenarbeit und kontrollierte Ausführung.

Für welche Hunde ist Dummytraining geeignet?

Dummytraining eignet sich für viele Hunde – nicht nur für jagdlich geführte Rassen. Auch Familienhunde, aktive Mischlinge und Begleithunde können davon profitieren. Wichtig ist, das Training an Alter, Gesundheitszustand, Temperament und Motivation des Hundes anzupassen.

Was braucht man für Dummytraining?

Für Dummytraining benötigt man zunächst einen passenden Dummy. Je nach Trainingsstand können Standard-Dummys, Wasserdummys oder spezielle Fell-Dummys verwendet werden. Wichtig ist, dass Größe und Gewicht zum Hund passen. Zusätzlich helfen eine ruhige Trainingsumgebung, klare Signale und passende Belohnungen.

Ist Dummytraining auch für Familienhunde sinnvoll?

Ja. Dummytraining ist eine sinnvolle Beschäftigung für viele Familienhunde, weil es Bewegung, Nasenarbeit und Zusammenarbeit verbindet. Der Hund lernt, kontrolliert zu arbeiten, auf Signale zu achten und seine natürlichen Fähigkeiten sinnvoll einzusetzen.

Wie beginnt man mit Dummytraining?

Am Anfang sollte das Training einfach aufgebaut werden. Der Dummy kann zunächst sichtbar ausgelegt werden, damit der Hund die Aufgabe versteht. Später werden die Anforderungen gesteigert, beispielsweise durch die Verlorensuche, bei der der Hund den Dummy nicht fallen sieht und gezielt mit der Nase arbeiten muss.

Was fördert Dummytraining beim Hund?

Dummytraining fördert Konzentration, Erregungsregulation, Orientierung am Menschen, ruhiges Arbeiten und die Zusammenarbeit im Team. Besonders die Sucharbeit fordert den Hund geistig und kann nachhaltiger auslasten als reine Bewegung.

Was ist der Unterschied zwischen Dummytraining und Ballspielen?

Beim Ballspiel steht häufig das Hinterherlaufen und Hetzen einer bewegten Beuteattrappe im Vordergrund. Beim Dummytraining geht es vor allem um kontrollierte Suche, Nasenarbeit und Zusammenarbeit mit dem Menschen. Besonders die Verlorensuche fordert den Hund dazu auf, konzentriert mit der Nase statt nur über Bewegung zu arbeiten.

Kann Dummytraining bei jagdlich motivierten Hunden helfen?

Dummytraining kann eine sinnvolle Beschäftigung für jagdlich motivierte Hunde sein, weil vorhandene Such- und Apportierfähigkeiten kontrolliert genutzt werden. Es ersetzt jedoch kein gezieltes Antijagdtraining. Entscheidend ist der Aufbau: Ruhige Sucharbeit unterscheidet sich deutlich von ständigem Werfen und Hetzen.

Warum gibt mein Hund den Dummy nicht ab?

Wenn ein Hund den Dummy nicht abgibt, liegt das häufig nicht an Ungehorsam, sondern daran, dass er gelernt hat, dass der Verlust des Dummys das Ende der Aufgabe bedeutet. Sinnvoll ist ein ruhiger Aufbau über Tauschgeschäfte und die Erfahrung, dass Abgeben nicht bedeutet, dass die Belohnung oder das gemeinsame Arbeiten endet.

Mein Hund bringt den Dummy nicht bis zu mir – was mache ich falsch?

Wahrscheinlich nichts Grundsätzliches. Das Abgeben ist das letzte Glied der Kette und das empfindlichste: Viele Hunde lernen dabei, dass die Übergabe das Ende des Spiels bedeutet – und zögern entsprechend. Sinnvoll ist, das Abgeben getrennt aufzubauen und lohnend zu machen: tauschen statt wegnehmen, und nach der Übergabe geht es weiter, statt aufzuhören. Wenn dein Hund den Dummy dagegen aktiv gegen deine Annäherung verteidigt, ist das ein anderes Thema und gehört vor das Apportiertraining.

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