Leinenführigkeit beim Hund: Mehr Sicherheit und Harmonie im Alltag
- Hundeschule unterHUNDs

- 21. Okt. 2023
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 24. Nov. 2025
🐾 Warum Leinenführigkeit so viel mehr ist als „nicht ziehen“
Leinenführigkeit bedeutet nicht, dass der Hund „perfekt neben dir kleben“ muss.Es bedeutet:
Sicherheit im Alltag
Orientierung am Menschen
Ruhe statt Stress
echte Beziehung und Vertrauen
Wenn ein Hund entspannt an der Leine laufen kann, verändert sich der gesamte Alltag: Spaziergänge werden harmonisch, Begegnungen leichter und du fühlst dich wieder sicher und verbunden mit deinem Hund.
Doch bis dahin braucht es Training, Klarheit – und Verständnis für deinen Hund.

🔍 Warum fällt vielen Hunden Leinenführigkeit so schwer?
Ziehen an der Leine ist kein Ungehorsam, sondern oft:
Überforderung
Stress oder Anspannung
fehlende Orientierung
schlechte Erfahrungen
zu wenig Training in kleinen Schritten
zu viele Ablenkungen
Frust wegen zu wenig Bewegung / falschem Erwartungsmanagement
Und ganz wichtig:Hunde werden NICHT leinenführig geboren.Es ist ein erlerntes Verhalten – und es ist völlig normal, dass es anfangs nicht klappt.
⚠️ Typische Probleme an der Leine
Viele Halter kennen mindestens eines dieser Themen:
🚩 1. Ziehen und Zerren
Der Klassiker – Hund möchte schneller vorwärts oder zu etwas hin.
🚩 2. Schnüffeln und Markieren im Dauerloop
Der Hund ist überall – nur nicht bei dir.
🚩 3. Reaktive Hunde / „Leinenpöbler“
Anspannung, Frust, Unsicherheit – die Leine verstärkt Emotionen.
🚩 4. Überforderung durch Umweltreize
Andere Hunde, Menschen, Geräusche → Hund fällt aus der Orientierung.
🚩 5. Ignorieren von Kommandos
Draußen „funktioniert“ der Hund nicht wie zuhause.
Diese Probleme sind normal – und mit klarem Training gut lösbar.
🎯 Schritt-für-Schritt Anleitung zur Leinenführigkeit
1️⃣ Die richtige Ausrüstung
✔ Brustgeschirr statt Halsband bei ziehenden Hunden✔ Leine mit angenehmer Länge✔ kein „Ruck“, kein Druck, kein Zwang
2️⃣ Training in reizarmer Umgebung beginnen
Der Hund kann nur lernen, wenn er noch entspannt ist.→ Garten, ruhige Straße, Feldweg.
3️⃣ Ruhiges Gehen sofort belohnen
Belohne:
Blickkontakt
kleine Orientierung
langsameres Tempo
lockere Leine
👉 Der Hund soll lernen: „Ich bleibe bei dir, das lohnt sich.“
4️⃣ Konsequenz ohne Strafe
Wenn der Hund zieht:
🚫 nicht weitergehen ✔ stehen bleiben ✔ oder Richtungswechsel ✔ oder neue, ruhige Orientierung abwarten
Der Hund bestimmt NICHT das Tempo – aber du verhinderst Stress oder Druck.
5️⃣ Kurze, gut planbare Einheiten
5–8 Minuten reichen völlig.Dafür lieber täglich oder mehrmals die Woche.
6️⃣ Ablenkungen langsam steigern
Erst wenn der Hund in ruhiger Umgebung sicher läuft:
✔ leicht belebte Wege ✔ Begegnungen ✔ kleine Herausforderungen
Nicht zu früh „ins echte Leben“.
7️⃣ Emotionen beachten – nicht nur Verhalten
Viele Hunde ziehen, weil sie:
unsicher
übermotiviert
überfordert
oder gestresst sind.
Leinenführigkeit ist vor allem Emotionsmanagement – nicht „Technik“.
🧩 Wann professionelle Unterstützung sinnvoll ist
Wenn dein Hund:
extrem zieht
zu stark reagiert
stark pöbelt
dich körperlich belastet
oder dein Alltag darunter leidet
… hilft ein professioneller Hundetrainer enorm, weil er erkennt, warum der Hund zieht – und welche Trainingsschritte individuell passen.
💛 Fazit
Leinenführigkeit ist lernbar – für jeden Hund.Mit der richtigen Methode, klarer Führung und einem liebevollen Umgang wirst du merken:
👉 entspannte Spaziergänge sind möglich👉 euer Zusammenleben wird leichter👉 dein Hund orientiert sich sicher an dir👉 Stress und Frust werden deutlich weniger
Leinenführigkeit ist ein Teamprojekt – und jeder Schritt ist ein Erfolg für euch beide.

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