Hunderatgeber · Alltag mit Hund
Notfallplan für den Hund: Was die Betreuung wirklich wissen muss
Was passiert, wenn du ausfällst? Eine Liste mit allem, was auf ein Blatt gehört, damit dein Hund versorgt ist, auch wenn du nicht erreichbar bist.
Michael Sauerwein · 6. August 2026
Die meisten Hundehalter haben einen Plan für den Urlaub. Fast niemand hat einen für den Mittwochnachmittag, an dem es anders kommt als gedacht.
Ein Sturz auf der Treppe, ein Unfall auf dem Heimweg, ein Krankenhausaufenthalt, mit dem niemand gerechnet hat. Dein Hund wartet zu Hause, und jemand anderes muss übernehmen. Diese Person weiß in der Regel zwei Dinge: wo der Hund wohnt und wie er heißt. Alles andere steht in deinem Kopf.
Dieser Beitrag ist eine Liste dessen, was aufgeschrieben gehört. Nicht als Sammlung von Nettigkeiten, sondern begrenzt auf das, was im Ernstfall zählt. Am Ende steht ein Musterauszug, wie so ein Blatt tatsächlich aussieht, und die Antworten auf die Fragen, die uns dazu am häufigsten gestellt werden.
Drei Situationen, ein Blatt
Wenn Leute an Hundebetreuung denken, denken sie an Urlaub. Das ist der harmloseste der drei Fälle, weil er geplant ist. Die beiden anderen sind die, für die es sich lohnt, etwas aufzuschreiben.
Die geplante Abwesenheit. Du fährst weg, jemand übernimmt. Du hast Zeit, alles zu erklären, und die Person hat Zeit, zuzuhören. Trotzdem geht hier viel schief, weil mündlich Erklärtes nach drei Tagen verblasst. Niemand merkt sich acht Futterregeln beim Türgespräch.
Der plötzliche Ausfall. Du liegst im Krankenhaus, bist nicht ansprechbar oder schlicht nicht erreichbar. Jemand holt den Hund oder kommt in deine Wohnung. Diese Person hat keine Gelegenheit, dich zu fragen. Sie findet das vor, was du aufgeschrieben hast, oder nichts.
Der Notfall mit dem Hund selbst. Der Hund verschluckt etwas, verletzt sich, bekommt einen Anfall, und du bist nicht dabei. Jetzt entscheidet, ob die Betreuungsperson weiß, wohin sie fährt, was der Hund nicht verträgt und wer zustimmen darf.
Ein gutes Blatt deckt alle drei ab, weil es dieselben Angaben sind. Es unterscheidet sich nur darin, wie schnell man sie findet.
Die digitale Hundemappe
Alles Wichtige an einem Ort
Notfallplan, Termine, Gesundheit und Kontakte – vorbereitet, bevor es darauf ankommt. Der Notfallplan lässt sich ausdrucken und mitgeben.
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Warum der Zettel am Kühlschrank meistens nicht reicht
Die übliche Lösung ist ein handgeschriebener Zettel mit Futterzeiten und der Nummer vom Tierarzt. Das ist besser als nichts, hat aber drei Schwächen.
Er ist selten aktuell. Das Medikament, das seit Februar dazugekommen ist, steht nicht drauf. Die Praxis, zu der ihr gewechselt seid, auch nicht. Und die Handynummer der Nachbarin stammt noch von vor dem Anbieterwechsel.
Er beantwortet die falschen Fragen. Dass der Hund zweimal täglich frisst, findet jeder selbst heraus, spätestens wenn der Napf leer ist. Dass er kein Huhn verträgt, findet niemand heraus, bevor es zu spät ist.
Er endet dort, wo es ernst wird. Die Frage, wer eine Behandlung entscheiden darf, wenn du im Krankenhaus liegst, steht auf keinem Kühlschrankzettel. Genau danach fragt die Klinik aber als Erstes.
Wer im Ernstfall übernimmt, und was das bedeutet
Bevor es an den Inhalt geht, lohnt ein Gedanke an die Person, die das Blatt liest. Danach richtet sich, wie ausführlich du schreiben musst.
Familie oder Partner kennen den Hund. Sie brauchen vor allem Zahlen: Mengen, Zeiten, Nummern. Erklärungen zum Wesen kannst du dir sparen.
Nachbarn und Freunde kennen den Hund vom Sehen. Sie brauchen alles, was ihr zu Hause stillschweigend voraussetzt. Dass der Hund nicht ins Kinderzimmer darf. Dass die Leine im Flur hängt. Dass er nach dem Fressen Ruhe braucht.
Eine Hundepension oder Betreuung kennt Hunde, aber nicht deinen. Sie liest routiniert und will es kurz: Fütterung, Medikamente, Verträglichkeit mit anderen Hunden, Kontakte. Für sie ist ein sauber gegliedertes Blatt viel wert, weil sie es an die Wand hängen kann.
Das Tierheim oder der Notdienst sind der unwahrscheinlichste und unangenehmste Fall. Hier zählt nur die erste Seite: Chipnummer, Kontakte, Erkrankungen, Medikamente.
Was auf das Blatt gehört
Wer der Hund ist
Rufname, Rasse, Geschlecht, ob kastriert, ungefähres Alter, Gewicht. Dazu die Chipnummer und wo er registriert ist, also TASSO oder Findefix mit der jeweiligen Nummer.
Und ein Satz dazu, woran man ihn erkennt, wenn er wegläuft. Nicht „brauner Mischling", davon gibt es tausende, sondern die weiße Brust, das geknickte rechte Ohr, das rote Geschirr, die Narbe am Vorderlauf.
Das Gewicht ist wichtiger, als es aussieht. Tierärzte dosieren danach, und wenn niemand es weiß, wird geschätzt.
Fütterung, und zwar vollständig
Das ist der Bereich, in dem am häufigsten etwas schiefgeht, weil jeder glaubt, er sei selbsterklärend.
- Welches Futter, welche Menge, wie oft, zu welchen Uhrzeiten
- Wo das Futter steht und wie lange der Vorrat reicht
- Ob es eingeweicht, angewärmt oder trocken gegeben wird
- Was er nicht verträgt und woran man es merkt
- Was er auf keinen Fall bekommen darf
- Ob Leckerli erlaubt sind, welche und wie viele
- Trinkgewohnheiten, gerade bei Hunden, die wenig trinken
- Besonderheiten: schlingt, braucht einen Anti-Schling-Napf, frisst nur allein, wird am Napf eng
Der letzte Punkt klingt nach Kleinigkeit und ist keiner. Ein Hund, der seinen Napf gegenüber der Katze verteidigt, tut das auch gegenüber einem hilfsbereiten Nachbarn, der ihn danach anders behandelt als vorher.
Bei Unverträglichkeiten reicht nicht „verträgt kein Huhn". Schreib dazu, was passiert: Juckreiz an den Pfoten, weicher Kot, Erbrechen. Sonst ordnet die Betreuung das Symptom nicht zu und ruft am Sonntagabend den Notdienst an, obwohl nur jemand das falsche Leckerli gegeben hat.
Medikamente
Name, Menge, Uhrzeit, wie es gegeben wird, wo es liegt. Dazu, was zu tun ist, wenn eine Gabe vergessen wurde.
Mengen schreibst du so auf, wie deine Tierarztpraxis sie genannt hat. Wer selbst rechnet oder rundet, baut einen Fehler ein, den später niemand bemerkt.
Und eine Zeile, die im Ernstfall mehr wert ist als alles andere: Wirkstoffe, die dein Hund nicht verträgt. Bei einigen Rassen gibt es dafür einen Gentest, etwa auf den MDR1-Defekt, der unter anderem bei Collies, Australian Shepherds und deren Mischlingen vorkommt. Betroffene Hunde reagieren auf bestimmte Medikamente heftig, obwohl andere Hunde sie problemlos vertragen. Wer das Ergebnis kennt, sollte es nicht im Kopf behalten, sondern auf das Blatt schreiben.
Dasselbe gilt für frühere Reaktionen: Wenn dein Hund vor zwei Jahren auf eine Salbe oder ein Schmerzmittel auffällig reagiert hat, gehört das dazu, auch wenn es nie offiziell abgeklärt wurde.
Tagesablauf
Wann es rausgeht und wie lange, wann Ruhezeiten sind, wo er schläft, ob und wie lange er allein bleiben kann.
Dazu, wie er sich meldet, wenn er muss. Ein Hund, der sich still an die Tür stellt, wird von jemandem, der ihn nicht kennt, schlicht übersehen. Ein Hund, der jault, wird falsch verstanden. Beides steht in zwei Sätzen auf dem Blatt und erspart eine Pfütze und ein schlechtes Gewissen.
Beim Alleinbleiben lohnt die genaue Angabe. Nicht „kann allein bleiben", sondern „bis vier Stunden, Kong mit Futter füllen, Radio leise anlassen, ohne Verabschiedung gehen". Das ist der Unterschied zwischen einem Hund, der schläft, und einem, der drei Stunden an der Tür sitzt.
Umgang und Führung
Geschirr oder Halsband, welche Leine, ob Freilauf möglich ist und wo. Wie er im Auto transportiert wird. Wo er im Haus nicht hindarf. Wovor er Angst hat.
Beim Freilauf bitte ehrlich. „Kommt zuverlässig, außer bei Katzen" ist eine brauchbare Angabe. „Hört gut" ist keine, weil jeder etwas anderes darunter versteht.
Der wichtigste Teil dieses Abschnitts sind zwei Fragen: Woran merkt man, dass es ihm zu viel wird, und was ist dann zu tun?
Typische Zeichen, die fast jeder Hund zeigt und fast jeder Laie übersieht:
- Hecheln ohne Anstrengung und ohne Wärme
- Über die Nase lecken, gähnen ohne Müdigkeit
- Kopf wegdrehen, Blick abwenden
- Ohren anlegen, tiefe Körperhaltung
- Sich schütteln, obwohl er nicht nass ist
- Stehenbleiben oder sich hinsetzen und nicht weitergehen wollen
Und dann der entscheidende Satz: was zu tun ist. Meistens ist es dasselbe. Abstand schaffen, ruhig sprechen, Tempo rausnehmen, Pause im Schatten. Vor allem: nicht weiterziehen, wenn der Hund stehen bleibt.
👉 Wenn du die Zeichen sicher lesen willst: Warnsignale erkennen
Die Wörter, die er kennt
Jeder Haushalt benutzt andere Signale. Ob es „Hier" oder „Komm" heißt, ob „Platz" auch „bleib da" bedeutet, ob es ein Abbruchsignal gibt und wie es lautet.
Ohne diese Liste redet die Betreuung an deinem Hund vorbei, und beide werden unsicher. Der Hund, weil er Wörter hört, die er nicht kennt. Die Person, weil sie glaubt, der Hund gehorche nicht.
Eine einfache Zweispaltenliste reicht:
| Signal | Bedeutung |
|---|---|
| Hier | Komm zu mir |
| Warte | Stehen bleiben, bis es weitergeht |
| Lass es | Gegenstand im Maul fallen lassen |
| Auf dein Kissen | Auf den Platz gehen und dort bleiben |
Acht bis zehn Einträge genügen. Wer dreißig aufschreibt, macht die Liste unbrauchbar.
Tierärzte, und zwar mehrere
Die Stammpraxis mit Adresse und Telefonnummer. Die nächste Notdienstklinik, weil die Stammpraxis nachts und am Wochenende geschlossen hat. Und, falls vorhanden, die Praxis, die den Hund wegen einer bestimmten Sache kennt: das Auge, das Knie, die Haut.
Dazu die Nummer oder der Name, unter dem er dort geführt wird. Das ist erstaunlich oft ein anderer als der, den man erwartet, etwa der Nachname des Partners oder die Adresse von vor dem Umzug. Wer am Telefon zehn Minuten sucht, verliert diese zehn Minuten.
Ein Satz dazu, wofür jede Praxis den Hund kennt, hilft der Betreuung bei der Entscheidung, wo sie anruft. „Augenpraxis Dr. Lang, kennt ihn wegen des Hornhautgeschwürs im Mai" ist besser als eine Adresse ohne Zusammenhang.
Wer entscheidet, wenn du nicht erreichbar bist
Das ist die Frage, an der die meisten Zettel enden, bevor sie anfangen. Wenn dein Hund in der Klinik liegt und eine Behandlung nötig wird, will jemand wissen, wer zustimmt und wer bezahlt.
Schreib auf, wer entscheiden darf und bis zu welchem Betrag ohne Rücksprache behandelt werden soll. Ergänze, was in jedem Fall gewünscht ist, etwa eine notwendige Schmerzbehandlung. Und nenne die Tierkrankenversicherung mit Nummer, falls es eine gibt.
Zwei Dinge dazu, ehrlich gesagt:
Eine solche Zeile ist kein Vertrag und keine Vollmacht im rechtlichen Sinn. Sie ist eine Erklärung deines Willens, und in der Praxis ist sie genau das, was Kliniken hören wollen, wenn jemand ohne dich vor ihnen steht.
Und sie ersetzt kein Gespräch. Sprich mit der Person, die du dort einträgst, bevor du sie brauchst. Wer erst im Wartezimmer erfährt, dass er über 800 Euro entscheiden soll, entscheidet gar nicht.
Was nicht auf das Blatt gehört
Genauso wichtig wie die Liste ist, was weggelassen wird.
Trainingsanleitungen. Niemand bringt deinem Hund in deiner Abwesenheit etwas bei. Was du willst, ist, dass nichts schlimmer wird. Also: Regeln statt Übungen.
Persönliche Daten, die niemanden angehen. Das Blatt liegt herum, wird weitergegeben und landet im Zweifel bei Fremden. Was nicht gebraucht wird, steht nicht drauf.
Erklärungen zur Vorgeschichte. Dass der Hund aus dem Tierschutz kommt, ist für die Betreuung nur insoweit wichtig, als es sein Verhalten heute betrifft. Der Rest ist Erzählung.
Alles, was du nicht sicher weißt. Eine geratene Dosis ist gefährlicher als eine fehlende Angabe, weil sie geglaubt wird.
Wo das Blatt liegen sollte
An einer Stelle, die jemand findet, ohne zu suchen. Am Kühlschrank, in der Schublade neben der Leine, oder bei den Papieren, die auch die Familie kennt. Dazu ein zweites Exemplar bei der Person, die im Notfall kommt.
Ein dritter Ort, an den kaum jemand denkt: beim Hund selbst, wenn er unterwegs ist. In der Transportbox, im Gepäck für die Pension, in der Tasche am Geschirr.
Und wenn du wegfährst: einmal ausdrucken und mitgeben, nicht nur erzählen. Die Hundepension freut sich, weil zum ersten Mal alles draufsteht und sie nicht nachfragen muss.
Einmal schreiben genügt nicht
Futter ändert sich, Nummern ändern sich, Medikamente kommen und gehen. Ein Plan, der falsch ist, ist gefährlicher als gar keiner, weil sich alle darauf verlassen.
Zwei Zeitpunkte reichen:
Einmal im Jahr durchgehen. Fünf Minuten, am besten gekoppelt an einen festen Termin, etwa die jährliche Untersuchung beim Tierarzt. Stimmen Telefonnummern, Futter, Medikamente, die Person für den Notfall?
Nach jeder Änderung, die zählt. Neues Medikament, neue Praxis, neue Handynummer, Futterumstellung. Das sind die Punkte, an denen ein alter Plan gefährlich wird.
Schreib das Datum der letzten Prüfung auf das Blatt. Wer es liest, sieht dann sofort, ob er sich darauf verlassen kann.
So sieht ein ausgefüllter Auszug aus
Damit es greifbar wird, hier der obere Teil eines Blattes, wie wir es empfehlen. Die Namen sind erfunden.
Balou, Französische Bulldogge, Rüde, kastriert, 5 Jahre, 13,4 kg
Chip 276098106543217, registriert bei TASSO unter 840216
Gestromt, weiße Brust und weiße Vorderpfoten, rechtes Ohr knickt nach außen
Achtung: Kein Huhn, kein Rind. Reagiert mit Juckreiz an den Pfoten und weichem
Kot.
Keine Knochen, keine Kauknochen aus Rinderhaut, nichts vom Tisch.
Im Notfall anrufen
Anna Berger, Halterin, 0170 1234567, arbeitet im Schichtdienst
Markus Berger, Bruder, 0171 7654321, wohnt fünf Minuten entfernt, hat einen Schlüssel
Tierarztpraxis Dr. Keller, 06861 112233, Saarstraße 12, Merzig, Stammpraxis, geführt unter A-4471
Tierklinik Saarbrücken, 0681 556677, Mainzer Straße 88, erste Anlaufstelle nachts
Wenn niemand erreichbar ist
Markus Berger entscheidet. Behandlung ohne Rücksprache bis 800 Euro. Notwendige Schmerzbehandlung
ist in jedem Fall gewünscht. Tierkrankenversicherung besteht.
Fütterung
07:30 Uhr 120 g, 17:30 Uhr 120 g, Trockenfutter zehn Minuten eingeweicht
Steht in der Vorratsdose in der Speisekammer rechts neben dem Kühlschrank
Frisst hastig, deshalb Anti-Schling-Napf, und allein im Flur, sonst verteidigt er den Napf
Medikamente
08:00 und 20:00 Uhr Augensalbe dünn ins linke untere Lid, liegt im Kühlschrank oben
Danach fünf Minuten nicht reiben lassen
Das ist eine halbe Seite. Alles Weitere, also Tagesablauf, Umgang, Signale und Gesundheit, kommt darunter oder auf die Rückseite.
Häufige Fragen
Reicht nicht eine Sprachnachricht an die Nachbarin?
Für den Moment ja, für den Ernstfall nein. Niemand durchsucht im Wartezimmer einer Klinik alte Sprachnachrichten nach der Dosis.
Muss ich alles aufschreiben, auch wenn mein Hund gesund ist?
Der Gesundheitsteil wird bei einem gesunden Hund kurz, und das ist gut so. Schreib dann ausdrücklich hin, dass es keine bekannten Erkrankungen und keine Medikamente gibt. Leer heißt sonst „vergessen", und die Betreuung sucht weiter.
Wie ausführlich soll ich werden?
Als Faustregel: Alles, was jemand wissen muss, um deinen Hund eine Woche lang sicher zu versorgen. Alles, was darüber hinausgeht, macht das Blatt unlesbar.
Was ist mit dem Impfpass?
Der gehört dazu, aber nicht auf das Blatt. Schreib hin, wo er liegt. Für die Betreuung reicht die Information, wann zuletzt geimpft und entwurmt wurde.
Mein Hund ist ein Angsthund. Was ändert sich?
Der Abschnitt zu Stresszeichen und der Satz, was dann zu tun ist, werden zum wichtigsten Teil des Blattes. Dazu gehört auch, was auf keinen Fall passieren soll: kein Besuch, kein Kontakt zu fremden Hunden, kein Anleinen vor dem Laden.
Und wenn ich mehrere Hunde habe?
Ein Blatt je Hund. Gemeinsame Angaben, etwa der Tierarzt, wiederholen sich dann, und genau so soll es sein. Ein Sammelblatt führt dazu, dass jemand die Medikamente vertauscht.
Wie oft sollte ich das aktualisieren?
Einmal im Jahr plus nach jeder Änderung, die zählt. Wer das Prüfdatum notiert, sieht auf einen Blick, ob es noch trägt.
Wenn du es dir leichter machen willst
Du kannst das alles auf ein Blatt Papier schreiben. Es gibt keinen Grund, das nicht zu tun, und ein handgeschriebener Zettel ist unendlich viel besser als keiner.
Wir haben daraus ein digitales Werkzeug gemacht, weil der Papierweg an einer Stelle scheitert: beim Aktualisieren. Wer etwas ändert, schreibt selten das ganze Blatt neu, und nach zwei Jahren stimmt die Hälfte nicht mehr.
Die unterHUNDs Hundemappe ist ein Ort, an dem du diese Angaben einmal einträgst und jederzeit änderst. Daraus entsteht auf Knopfdruck der Notfallplan als PDF, zum Ausdrucken oder zum Weiterschicken an die Betreuung. Er ist so aufgebaut, wie dieser Beitrag es beschreibt: Warnungen und Kontakte oben, der Rest darunter.
Dazu gehören:
- ein Kurzbericht für die Tierarztpraxis mit Erkrankungen, Medikamenten, Unverträglichkeiten und Impfungen
- ein Verlauf für Gewicht, Beobachtungen und Diagnosen, der zeigt, wie sich etwas entwickelt hat
- Erinnerungen per E-Mail an Termine, die du selbst einträgst, etwa Impfung oder Wurmkur
- ein Kalenderabo für Outlook, Google oder Apple, wenn du ohnehin alles digital führst
- ein Feld für alles, wofür es sonst keinen Platz gibt, vom Code fürs Gartentor bis zur Nachbarin mit dem Ersatzschlüssel
Die Mappe kostet einmalig 8,90 Euro, ohne Abo und ohne Verlängerung. Deine Daten kannst du jederzeit herunterladen, und wenn du das Konto löschst, ist es gelöscht.
Das Wichtigste in Kürze
- Ein Notfallplan ist nicht für den Urlaub gedacht, sondern für den Tag, an dem du ausfällst
- Auf die erste Seite gehören: Warnungen, Kontakte, Tierarzt und Notdienst, Medikamente, Fütterung
- Die Frage, wer im Ernstfall entscheidet und bis zu welchem Betrag, fehlt fast immer und ist die wichtigste
- Unverträglichkeiten gehören mit dem hin, was passiert, nicht nur mit dem Namen
- Stresszeichen und Signale aufschreiben, sonst liest die Betreuung deinen Hund falsch
- Was es nicht gibt, ausdrücklich hinschreiben: keine Medikamente, keine bekannten Erkrankungen
- Einmal im Jahr prüfen und das Datum notieren, damit jeder sieht, wie aktuell das Blatt ist