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Alles rund um den Hund
In unserem Blog findest du fundierte Beiträge zu Hundeerziehung, Verhaltenstherapie, Gesundheit und Alltagstipps. Alle Artikel basieren auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und praktischer Erfahrung aus dem Training bei unterHUNDs.
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Der Mythos „Kampfhund": Warum bestimmte Rassen zu Unrecht als gefährlich gelten – eine wissenschaftliche Einordnung
Kurz zusammengefasst „Kampfhund" ist ein gesellschaftlicher, kein wissenschaftlicher Begriff. Der Forschungsstand ist differenziert – und genau deshalb überzeugend: Rasseunterschiede im Verhalten existieren und sind teilweise erblich; niemand behauptet seriös, alle Hunde seien ein unbeschriebenes Blatt. Entscheidend ist aber: Die Rasse ist ein schwacher Prädiktor für das Verhalten des einzelnen Hundes – besonders bei Aggression. Die Variation innerhalb einer Rasse ist meist g

Michael Sauerwein Hundeschule unterHUNDs
8 Min. Lesezeit


Kognitive Fähigkeiten bei Hunden: Wie intelligent sind Hunde wirklich?
Kurz zusammengefasst Hunde sind keine „Befehlsempfänger" – aber „hochintelligent" trifft es auch nicht ganz. Genauer ist: Hunde haben eine spezialisierte Kognition. Ihre große Stärke ist das Soziale – das Lesen menschlicher Signale, Kooperation, das Merken von Handlungen. Beim rein physikalisch-kausalen Problemlösen (Wie funktioniert dieser Mechanismus?) sind sie dagegen vergleichsweise schwach und verlassen sich lieber auf uns Menschen. Dieser Artikel geht die wichtigsten Be

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6 Min. Lesezeit


Haben Hunde ein Zeitgefühl? Was die Wissenschaft über Zeitwahrnehmung und Tagesstruktur weiß
Kurz zusammengefasst Dein Hund weiß nicht, dass es „15 Uhr" ist – ein abstraktes, uhrbasiertes Zeitverständnis wie unseres fehlt ihm. Gut belegt ist dagegen, dass Hunde eine innere (circadiane) Uhr haben und ihren Aktivitätsrhythmus stark an Umwelt, Fütterung und den Alltag ihrer Menschen koppeln. Weniger sicher sind die einzelnen Mechanismen: Dass Hunde Zeit „riechen", ist eine bekannte, aber experimentell ungeprüfte Hypothese; dass sie ein episodisch-ähnliches Gedächtnis be

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7 Min. Lesezeit


Spielverhalten bei Hunden: Von der Wissenschaft zum Alltag – Bedeutung, Funktionen und Warnsignale
Kurz zusammengefasst Spiel ist bei Hunden ein eigenständiges, evolutionär altes Verhaltenssystem – und für dich im Alltag vor allem ein Fenster: Wie zwei Hunde miteinander spielen, verrät viel darüber, ob es beiden gutgeht. Gut belegt ist, dass Hunde beim Spiel fein aufeinander reagieren – sie senden Spielsignale gezielt an aufmerksame Partner, bremsen ihre eigene Kraft (Self-Handicapping) und tolerieren dabei eine gewisse Ungleichheit der Rollen. Weniger klar ist die Funktio

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9 Min. Lesezeit


Oxytocin bei Hunden: Wie ein Botenstoff Bindung und Beziehung beeinflusst
Kurz zusammengefasst Oxytocin ist ein körpereigener Botenstoff, der bei vielen Säugetieren soziale Nähe, Vertrauen und Stressregulation mitbeeinflusst – und er spielt auch in der Mensch-Hund-Beziehung eine Rolle. Positive Interaktionen wie ruhiger Blickkontakt, Streicheln und gemeinsame Zeit können ihn freisetzen und mit positiven sozialen Erfahrungen und Regulationsprozessen verbunden sein. Wichtig zur Einordnung: „Bindungs-" oder „Kuschelhormon" ist eine Vereinfachung – Oxy

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6 Min. Lesezeit


Können Hunde wirklich im Dunkeln sehen? Die erstaunliche Nachtsicht der Vierbeiner
Kurz zusammengefasst Hunde können nicht „im völligen Dunkeln sehen" – aber sie sind hervorragend an Dämmerung und schwaches Licht angepasst. Verantwortlich dafür sind vor allem eine hohe Stäbchendichte, das reflektierende Tapetum lucidum, weite Pupillen und eine sehr gute Bewegungserkennung. Bei Mondlicht oder in der Abenddämmerung sehen Hunde deutlich besser als wir. Wichtig zur Einordnung: Viele der kursierenden Zahlen (Pupillendurchmesser, „Verstärkungsfaktoren", Sehschärf

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6 Min. Lesezeit


Wie und warum Hunde träumen – Ein wissenschaftlicher Einblick in die Welt der Hundeträume
Kurz zusammengefasst Wenn dein Hund im Schlaf zuckt, leise bellt oder mit den Pfoten rudert, ist das in aller Regel ein Zeichen für gesunden REM-Schlaf – kein Grund zur Sorge. Guter Schlaf hilft deinem Hund, Gelerntes zu festigen und Erlebtes zu verarbeiten. Wichtig zur Einordnung: Dass Hunde REM-Schlaf haben, ist gut belegt (EEG/Polysomnographie). Was ein Hund dabei subjektiv erlebt – ob und was er „träumt" – lässt sich nicht direkt messen; das bleibt eine gut begründete Sch

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Der Hund als feinsinniger Emotionsleser – was uns Hunde über uns selbst zeigen
Spiegel auf vier Pfoten – Eine verhaltensbiologische Analyse der Mensch-Hund-Dyade Kurz zusammengefasst Hunde reagieren fein auf messbare Signale ihrer Menschen – Mimik, Stimme, Körperhaltung, sogar Geruch – und passen ihr Verhalten daran an. In diesem Sinn kann dein Hund dir viel über deine eigene Verfassung zurückspiegeln: über Anspannung, Konsistenz, Geduld. Wichtig zur Einordnung: „Spiegel" ist ein hilfreiches Bild, keine Messtechnik. Ein Teil der hier genannten Effekte i

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9 Min. Lesezeit


Epigenetik bei Hunden: Wie Erfahrungen das Erbgut beeinflussen – und was das für das Training bedeutet
Kurz zusammengefasst Gene legen fest, welche Möglichkeiten ein Hund mitbringt – aber nicht, wie diese Möglichkeiten im Leben genutzt werden. Die Epigenetik beschreibt, wie Erfahrungen, Stress und Umwelt die Aktivität von Genen regulieren können, ohne die DNA-Sequenz selbst zu verändern. Das liefert einen schlüssigen Rahmen dafür, warum frühe Prägung, Bindung und Stressregulation so einflussreich sind. Wichtig zur Einordnung: Die zugrunde liegenden Mechanismen sind vor allem a

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Neurologie des Hundeverhaltens - wie das Gehirn Hundeerziehung beeinflusst
Kurz zusammengefasst Das Verhalten deines Hundes entsteht aus dem Zusammenspiel von Nervensystem, Hormonen und Erfahrung. Die Neurowissenschaft hat gute Gründe geliefert, warum belohnungsbasiertes, stressarmes Training tragfähiger ist als Strafe – und warum Timing, Pausen und eine sichere Bindung beim Lernen helfen. Wichtig zur Einordnung: Vieles, was wir über das „Belohnungssystem" oder die „Stressachse" sagen, stammt ursprünglich aus der Grundlagenforschung an Nagern und Pr

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10 Min. Lesezeit


Hunde als Schmerzhelfer: Was die Forschung über soziale Nähe zeigt
Kurz zusammengefasst Die Forschung zeigt zunehmend, dass soziale Nähe die Schmerzverarbeitung beeinflussen kann. Eine aktuelle Studie der Humboldt-Universität zu Berlin (Mauersberger et al., 2024) fand, dass die Anwesenheit eines Hundes in einem experimentellen Schmerztest mit geringerem Schmerzempfinden verbunden war als die Anwesenheit menschlicher Begleitpersonen. Weitere Forschungslinien – zur Mensch-Hund-Bindung und Oxytocin (Nagasawa et al., 2015), zu Stress und Schmerz

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6 Min. Lesezeit


Soziale Kontakte für Hunde: Warum Qualität oft wichtiger ist als bloße Menge
Kurz zusammengefasst Für deinen Hund zählt nicht, wie viele soziale Kontakte er hat, sondern welche Qualität sie haben. Eine große Auswertung aus dem Dog Aging Project verbindet ein stabiles, unterstützendes soziales Umfeld mit besserer Gesundheit und Beweglichkeit (McCoy et al., 2023) – wohlgemerkt ein Zusammenhang aus halterberichteten Daten, kein Ursache-Wirkung-Beweis, und gemeint ist die verlässliche Seite des Sozialen, nicht möglichst viel Trubel. Ergänzende Forschung l

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Kann Musik Hunde beruhigen? Was Studien zeigen und wie du sie einsetzt
Kurz zusammengefasst Musik kann eine einfache, bei angemessener Lautstärke wenig invasive Unterstützung sein, um Hunden in stressigen Momenten zu helfen. Kontrollierte Studien an Tierheim- und Kennelhunden berichten moderate Veränderungen des Verhaltens (mehr Liegen, weniger Bellen) und einzelner physiologischer Messwerte wie der Herzfrequenzvariabilität – in einzelnen Studien vor allem bei klassischer Musik sowie teils bei Reggae und Soft Rock. Wichtig zur Einordnung: Wie zu

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Wie Hunde unsere Emotionen wahrnehmen und darauf reagieren
Kurz zusammengefasst Hunde sind erstaunlich gut darin, menschliche Emotionen wahrzunehmen – und sie nutzen dafür mehrere Kanäle: Mimik, Stimme, Körpersprache und Geruch. Studien zeigen, dass Hunde fröhliche von wütenden Gesichtern unterscheiden lernen (Müller et al., 2015), positive und negative Hinweise aus Gesicht und Stimme einander zuordnen (Albuquerque et al., 2016) und den veränderten Körpergeruch gestresster Menschen unterscheiden können (Wilson et al., 2022). Wichtig

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Was die Hundeforschung für deinen Alltag bedeutet: Sechs praktische Erkenntnisse
Kurz zusammengefasst Die Verhaltensforschung hat viel darüber gelernt, wie Hunde wahrnehmen, lernen und kommunizieren. Dieser Beitrag übersetzt sechs Erkenntnisfelder in Alltagshandeln: dein Hund verarbeitet vertraute Wörter und Tonfall teilweise getrennt und integriert beide Informationen; Warten und Selbstkontrolle lassen sich situationsbezogen üben; belohnungsbasiertes Training ist fair und wirksam; geistige Beschäftigung ergänzt Bewegung, ersetzt sie aber nicht; bei Hunde

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Dopamin beim Hund: Wie der Botenstoff Motivation und Lernen mit beeinflusst
Kurz zusammengefasst Dopamin ist kein „Glückshormon", sondern ein Neuromodulator für Belohnungserwartung, Motivation, Handlungsauswahl, Lernen und Bewegung. Beim Hund gibt es belastbare direkte Evidenz zur neuronalen Belohnungsverarbeitung vor allem aus fMRT-Studien an wachen Hunden. Diese zeigen Aktivierungen belohnungsbezogener Hirnareale wie des Nucleus caudatus, messen Dopamin jedoch nicht direkt. Die dopaminerge Interpretation beruht daher teilweise auf der gut untersuch

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Der Mythos des rassetypischen Fehlverhaltens – warum Hunde mehr sind als ihre Gene
„Der ist halt so – das liegt an der Rasse." Diese Erklärung ist bequem, greift aber wissenschaftlich viel zu kurz. Verhalten ist beim Hund durchaus teilweise erblich – große Studien zeigen Erblichkeiten von über 25 % auf der Ebene des einzelnen Hundes. Die Rassezugehörigkeit erklärt davon aber nur einen kleinen Teil: In der bislang größten Untersuchung (Morrill et al., 2022) waren es rund 9 % der Verhaltensunterschiede zwischen Hunden, und auch Merkmale rund um Konflikt- und

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Senken Hunde das Allergie- und Asthmarisiko bei Kindern?
Früher Hundekontakt könnte das Immunsystem beeinflussen – doch die Studienlage ist nicht eindeutig. Kurz zusammengefasst Über Jahrzehnte galt der Rat, in allergiegefährdeten Familien auf einen Hund zu verzichten. Ein Teil der Forschung hat dieses Bild aufgeweicht: Manche großen Beobachtungsstudien verbinden frühen Hundekontakt mit einem etwas geringeren Risiko für Asthma und allergische Sensibilisierung. Andere, ebenso große Analysen finden dagegen keinen eindeutigen Zusammen

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