top of page
Alles rund um den Hund
In unserem Blog findest du fundierte Beiträge zu Hundeerziehung, Verhaltenstherapie, Gesundheit und Alltagstipps. Alle Artikel basieren auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und praktischer Erfahrung aus dem Training bei unterHUNDs.
Du suchst Antworten auf konkrete Fragen oder möchtest dich einfach inspirieren lassen?
Nutze die Kategorien oben oder stöbere durch unsere neuesten Beiträge.
🎙 Ausgewählte Artikel auch als Podcast
Einige unserer beliebtesten Beiträge kannst du auch bequem als Podcast direkt im Browser anhören – ohne App und ohne Anmeldung.
Unsere Themenbereiche
Suche


ADHS-ähnliche Merkmale beim Hund: Aufmerksamkeit, Impulsivität, Lernen und Selbstkontrolle
Kurz zusammengefasst Familienhunde variieren von Natur aus entlang von Verhaltensdimensionen, die den Symptomgruppen der menschlichen ADHS ähneln – Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität –, und diese „ADHS-ähnlichen Merkmale" lassen sich mit angepassten Halterbericht-Fragebögen zuverlässig messen (Vas et al., 2007; Csibra et al., 2022). Höhere Werte (besonders Unaufmerksamkeit und Hyperaktivität) hängen mit schlechterer Verhaltenshemmung, reduzierter Selbstkontroll

Michael Sauerwein Hundeschule unterHUNDs
28 Min. Lesezeit


Verhaltensflexibilität beim Hund: Warum Anpassungsfähigkeit über den Trainingserfolg entscheidet
Kurz zusammengefasst Verhaltensflexibilität – die Fähigkeit, erlerntes Verhalten anzupassen, wenn sich die Bedingungen ändern – ist eine der wichtigsten und zugleich am wenigsten beachteten kognitiven Grundlagen des Hundetrainings. Sie zeigt sich in vielen Formen: einer erlernten Kontingenz zu widerstehen, wenn sie nicht mehr gilt (Reversal Learning, Extinktion), Gelerntes angemessen zu verallgemeinern und neue Probleme flexibel zu lösen. Diese Fähigkeiten beruhen auf Lernmec

Michael Sauerwein Hundeschule unterHUNDs
14 Min. Lesezeit


Erlernte Hilflosigkeit beim Hund: Wenn Hunde aufgeben
Kurz zusammengefasst Erlernte Hilflosigkeit gehört zu den einflussreichsten – und am häufigsten missverstandenen – Konzepten der Verhaltenswissenschaften. Entdeckt wurde sie in den 1960er-Jahren an Hunden (Seligman & Maier, 1967); rund fünfzig Jahre später wurde sie grundlegend neu gefasst (Maier & Seligman, 2016). Der Kern der Neufassung: Passivität gegenüber überwältigenden, unkontrollierbaren aversiven Ereignissen ist nicht erlernt, sondern die unerlernte Standardreaktion

Michael Sauerwein Hundeschule unterHUNDs
29 Min. Lesezeit


Soziales Lernen beim Hund: Wie Hunde durch Beobachtung und Nachahmung lernen
Kurz zusammengefasst Hunde lernen nicht nur durch eigene Erfahrung, sondern auch, indem sie das Verhalten von Artgenossen und Menschen beobachten. Die Forschung belegt dafür ein ganzes Spektrum an Mechanismen – von einfacher Aufmerksamkeitslenkung bis hin zu einer trainierbaren Nachahmungsfähigkeit. Welcher Mechanismus im Einzelfall wirkt, hängt stark von Aufgabe, Individuum und Kontext ab. Wichtig einzuordnen: Vieles, was populär als „der Hund imitiert" beschrieben wird, läs

Michael Sauerwein Hundeschule unterHUNDs
16 Min. Lesezeit


Warum das „Dominanz“-Konzept beim Hund wissenschaftlich gescheitert ist
Die Vorstellung, dass Hunde ständig um den „Alpha“-Status kämpfen – und dass Menschen sie körperlich dominieren müssen, um Ordnung zu bewahren – ist eines der hartnäckigsten und schädlichsten Konzepte

Michael Sauerwein Hundeschule unterHUNDs
14 Min. Lesezeit


Verhalten ist nicht gleich Emotion: Warum Hundeverhalten nichts direkt über Emotionen verrät
Ein Hund wedelt mit dem Schwanz. Ist er glücklich? Ein Hund liegt still auf seinem Kissen. Ist er entspannt? Ein Hund hört nach einer Korrektur auf zu bellen. Ist er jetzt ruhig und kooperativ?

Michael Sauerwein Hundeschule unterHUNDs
18 Min. Lesezeit


Vorhersagefehler beim Hund: Wie Überraschung Lernen und Verhalten steuert
Warum lernt dein Hund schneller, wenn ein Leckerli „aus dem Nichts“ auftaucht, als wenn es immer pünktlich kommt? Warum wird dein Hund frustriert, wenn eine erwartete Belohnung ausbleibt?

Michael Sauerwein Hundeschule unterHUNDs
8 Min. Lesezeit


Extinktion beim Hund: Warum Verhalten verschwindet – und plötzlich wiederkommt
Ein Hund, der erfolgreich gelernt hat, nicht mehr an Besuchern hochzuspringen, springt nach wochenlanger Ruhe plötzlich wieder los.

Michael Sauerwein Hundeschule unterHUNDs
8 Min. Lesezeit


Hundeverhalten messbar machen: Verhalten definieren und erfassen
Was bedeutet es eigentlich, wenn ein Hund „aggressiv“ ist? Zählt ein einzelnes Knurren? Oder zählt auch schon eine angespannte Körperhaltung ohne Laut? Ist ein Hund „ängstlich“, wenn er die Rute einklemmt – oder erst, wenn er wegläuft?

Michael Sauerwein Hundeschule unterHUNDs
10 Min. Lesezeit


Eifersucht oder Ungerechtigkeit? Das „Fairness"-Empfinden bei Hunden
Kurz zusammengefasst Reagieren Hunde auf Ungerechtigkeit? Ein Stück weit ja: Im Wiener „Pfötchen-Test" verweigern Hunde die Mitarbeit schneller, wenn ein Partner fürs Gleiche belohnt wird und sie selbst leer ausgehen (Range et al. 2009). Das ist aber eine begrenzte, einfache Form: Anders als Primaten reagieren Hunde nicht auf die Qualität der Belohnung oder auf ungleichen Aufwand. Und die Deutung ist umstritten – manche Befunde sprechen eher für sozial beschleunigte Löschung

Michael Sauerwein Hundeschule unterHUNDs
8 Min. Lesezeit


Erregungsregulation beim Hund: Neurobiologie, Lernen und Selbstkontrolle
Die Regulation der Erregung ist eine der zentralen Begrenzungen für das Lernen bei Hunden.

Michael Sauerwein Hundeschule unterHUNDs
7 Min. Lesezeit


Metakognition bei Hunden: Wissen sie, was sie nicht wissen?
Kurz zusammengefasst Metakognition heißt „über das eigene Denken nachdenken" – etwa zu erkennen, dass einem eine Information fehlt, und gezielt danach zu suchen. Bei Hunden gibt es dafür erste, aber begrenzte Hinweise: Im Wissenssuche-Paradigma schauen Hunde häufiger nach, wenn sie nicht gesehen haben, wo Futter versteckt wurde (Belger & Bräuer 2018). Das erfüllt ein Kriterium für „Wissen über das eigene Wissen". Wichtig ist aber die ehrliche Einordnung: Dieselbe Studie zeigt

Michael Sauerwein Hundeschule unterHUNDs
6 Min. Lesezeit


Geruchssinn beim Hund: Können Hunde Angst und Krankheiten riechen?
Kurz zusammengefasst Der Geruchssinn des Hundes ist um ein Vielfaches leistungsfähiger als unserer – das ist gut belegt und anatomisch begründet. Belastbar ist auch, dass Hunde chemische Signale menschlicher Emotionen unterscheiden und darauf reagieren: Der Geruch eines ängstlichen Menschen löst andere Verhaltensmuster aus als der eines entspannten (D'Aniello et al. 2018). Vorsicht ist bei zwei populären Themen geboten: Beim Krankheiten-Erschnüffeln schwanken die Studienergeb

Michael Sauerwein Hundeschule unterHUNDs
6 Min. Lesezeit


Überimitation bei Hunden: Lernen durch exakte Nachahmung?
Kurz zusammengefasst Überimitation – das Nachahmen von Handlungsschritten, die für das Ziel gar nicht nötig sind – galt lange als typisch menschlich. Interessant ist: Während Große Menschenaffen solche unnötigen Schritte in der Regel weglassen (sie emulieren), gehört der Hund zu den wenigen nicht-menschlichen Arten, bei denen Überimitation nachgewiesen wurde. Mehrere Studien (v. a. aus Wien) zeigen, dass Hunde kausal irrelevante Handlungen kopieren – besonders dann, wenn ihre

Michael Sauerwein Hundeschule unterHUNDs
7 Min. Lesezeit


Sind Hunde wirklich Rudeltiere? – Was moderne Verhaltensforschung heute weiß
Kurz zusammengefasst „Hunde sind Rudeltiere" – dieser Satz rechtfertigt bis heute manche Trainingsformen, greift aber zu kurz. Verhaltensbiologisch ist ein Rudel eine geschlossene, individualisierte Gruppe; beim Wolf ist es vor allem ein Familienverband (Elterntiere plus Nachkommen), geführt von den Eltern – nicht durch „Alpha-Kämpfe" (Mech 1999). Haushunde leben dagegen überwiegend in menschlich geprägten Strukturen, und selbst frei lebende Hunde bilden losere, weniger koope

Michael Sauerwein Hundeschule unterHUNDs
7 Min. Lesezeit


Jagdverhalten beim Hund: Die Jagdverhaltenskette verstehen und sinnvoll nutzen
Kurz zusammengefasst Das Jagdverhalten des Hundes lässt sich als Abfolge von Verhaltensbausteinen beschreiben – vom Orten über das Hetzen bis zum Packen. Dieses Modell (in der Forschung „predatory motor sequence", geprägt von Coppinger) ist ein hilfreiches Raster, aber keine starre Reflexkette: Die einzelnen Bausteine sind unterschiedlich stark ausgeprägt, können durch Zucht verstärkt oder gehemmt werden und werden von Lernerfahrung mitgeformt. Wichtig für die Einordnung: Zu

Michael Sauerwein Hundeschule unterHUNDs
7 Min. Lesezeit


Die emotionale Intelligenz von Hunden: Was die Forschung wirklich zeigt
Kurz zusammengefasst Hunde sind keine triebgesteuerten Automaten – so viel gilt heute als gut belegt. Verhaltensbiologie, Kognitionsforschung und Bildgebung deuten übereinstimmend darauf hin, dass emotionale Prozesse eine zentrale Rolle für ihr Verhalten, Lernen und ihre sozialen Beziehungen spielen. Belastbar ist vor allem, dass Hunde emotionale Signale von Menschen und Artgenossen unterscheiden und darauf reagieren. Deutlich weniger klar ist, was dabei innen passiert: Ob Hu

Michael Sauerwein Hundeschule unterHUNDs
9 Min. Lesezeit


Hunde-Kommunikation: Körpersprache, Laute und Emotionen richtig deuten
Kurz zusammengefasst Hunde kommunizieren multimodal: Sie nutzen Laute, Körpersprache, Mimik und Gerüche gleichzeitig – und das Ganze ist dynamisch, kontextabhängig und individuell. Für dich im Alltag ist die wichtigste Regel: Nie ein einzelnes Signal isoliert deuten. Ein wedelnder Schwanz heißt nicht automatisch „glücklich", ein Gähnen nicht automatisch „müde". Erst das Zusammenspiel mehrerer Signale plus Situation erlaubt eine verlässliche Einschätzung. Vieles davon ist gut

Michael Sauerwein Hundeschule unterHUNDs
7 Min. Lesezeit


Trieb oder Motivation? Warum klassische Triebtheorien in der Hundeerziehung als überholt gelten
Kurz zusammengefasst „Das ist der Trieb, da kann man nichts machen" – dieser Satz ist das eigentliche Problem. Die klassischen Triebtheorien des frühen 20. Jahrhunderts, allen voran die Vorstellung eines aufgestauten inneren Drucks, der sich zwanghaft entladen muss, gelten heute als überholt. Aber Vorsicht vor der Gegenvereinfachung: Es heißt nicht, dass es keine genetischen Verhaltensneigungen gäbe – die sind real und messbar erblich. Der Punkt ist ein anderer: Ein einzelner

Michael Sauerwein Hundeschule unterHUNDs
12 Min. Lesezeit


Hund-Mensch-Kommunikation: Wie Hunde uns wirklich verstehen
Kurz zusammengefasst Hunde sind außergewöhnlich gut darin, uns Menschen zu „lesen" – sie folgen unseren Zeigegesten, suchen Blickkontakt und reagieren fein auf Tonfall und Körpersprache. Wie diese Fähigkeit entstanden ist, ist allerdings wissenschaftlich umstritten: Die verbreitete Domestikationshypothese sieht sie als Ergebnis der Zähmung; eine ernstzunehmende Gegenposition betont, dass Erfahrung und Aufzucht mindestens ebenso wichtig sind (gut sozialisierte Wölfe können Ver

Michael Sauerwein Hundeschule unterHUNDs
6 Min. Lesezeit
bottom of page

.png)