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Konflikt und Versöhnung beim Hund: Wie Hunde Streit beilegen

Vertragen sich Hunde nach einem Streit wie Wölfe? Was Studien zu Konflikt und Versöhnung beim Hund zeigen, warum Abstand normal sein kann und was das für dich heißt.

Michael Sauerwein

Zwei Hunde stehen sich auf einem Feldweg gegenüber: Ein schwarz-brauner Mischling mit erhobener Rute blickt zu einem schwarz-weißen Hund, der den Kopf abwendet und Abstand hält.

Nach einer Rangelei zwischen zwei Hunden erwarten viele Halter eine Geste der Versöhnung: ein Lecken, ein Anstupsen, ein gemeinsamer Weg zurück aufs Sofa. Die Vorstellung, dass Hunde sich nach einem Streit vertragen, so wie Wölfe es tun, ist weit verbreitet. Die Forschung ist dünner und uneiniger, als dieses Bild nahelegt. Wölfe haben sich in jedem Rudel versöhnt, das mit der Standardmethode untersucht wurde. Zu Konflikten zwischen Haushunden gibt es nur zwei solche Studien, und sie widersprechen sich: Die eine berichtete von Versöhnung, die andere fand, dass Hunde einander nach Konflikten aus dem Weg gingen.

Dieser Beitrag erklärt, wie Verhalten nach Konflikten gemessen wird, was die Studien an Wölfen und Hunden gefunden haben, warum der Kontakt eines dritten Hundes oft als Trost bezeichnet wird, ohne dass diese Funktion geprüft wäre, wie Hunde auf Konflikte mit Menschen reagieren, welche Rolle die Qualität einer Beziehung spielt, wie Hunde Konflikte von vornherein vermeiden und was daraus für Haushalte mit mehr als einem Hund folgt.

1. Warum Konfliktmanagement bei sozialen Tieren wichtig ist

1.1 Konflikte gehören zum Gruppenleben

Tiere, die in stabilen Gruppen leben, konkurrieren um Futter, Liegeplätze, Partner und Aufmerksamkeit, und ein Teil dieser Konkurrenz mündet in Aggression. Ein viel zitierter Übersichtsbeitrag ordnete Aggression als Werkzeug von Konkurrenz und Aushandlung ein: Wenn das Überleben von gegenseitiger Unterstützung abhängt, wird Aggression durch die Notwendigkeit begrenzt, nützliche Beziehungen zu erhalten (de Waal, 2000). Nach dem Rahmenmodell von Aureli und Kollegen, wie es in Studien an Caniden angewendet wird, haben Konflikte Kosten: das Risiko von Verletzungen, mehr Stress und Schaden an Beziehungen (Aureli et al., 2002). Konfliktmanagement ist der Oberbegriff für Verhalten, das diese Kosten verringert. Dazu gehören Strategien, bevor ein Konflikt eskaliert, etwa Signale, Unterwerfung und Ausweichen, und Strategien danach, etwa freundlicher Kontakt zwischen den früheren Gegnern, Kontakt mit unbeteiligten Gruppenmitgliedern oder einfach Abstand.

1.2 Woher der Begriff Versöhnung stammt

Der Begriff Versöhnung (reconciliation) wurde in der Schimpansenforschung geprägt, und zwar für freundlichen Kontakt zwischen früheren Gegnern kurz nach einem Konflikt, der helfen kann, eine durch die Auseinandersetzung beschädigte Beziehung zu reparieren (de Waal & van Roosmalen, 1979, zusammengefasst nach Cafazzo et al., 2018). Das Wort enthält bereits eine Deutung: Menschen versöhnen sich, um eine Beziehung wiederherzustellen, und die Bezeichnung lädt zu der Annahme ein, dass Tiere dasselbe tun. Lazzaroni et al. (2017) empfahlen deshalb den neutralen Ausdruck „Gegnerkontakt nach dem Konflikt“ (post-conflict opponent affiliation) überall dort, wo keine Funktion nachgewiesen ist. Dieser Beitrag verwendet „Versöhnung“, wo die Studien den Begriff verwendet haben, und lässt die Frage nach der Funktion offen. Gerade bei Hunden ist das wichtig: Populäre Darstellungen lassen Hunde sich entschuldigen oder mit einem Lecken vertragen und unterstellen Absichten, die keine Studie gemessen hat (warum Verhalten keine direkte Anzeige für Emotion ist).

1.3 Drei Bedeutungen von Konflikt

„Konflikt“ wird in mindestens drei Bedeutungen verwendet. In diesem Beitrag geht es vor allem um agonistische Konflikte: eine aggressive Interaktion zwischen zwei Tieren, mit oder ohne Körperkontakt. Eine zweite Bedeutung ist der Motivationskonflikt innerhalb eines Hundes, der gleichzeitig zu etwas hin und von etwas weg gezogen wird (was ein Motivationskonflikt bedeutet). Eine dritte ist der Konflikt zwischen einem Hund und einem Menschen. Befunde aus diesen Bereichen sind nicht austauschbar; Konflikte mit Menschen behandelt Abschnitt 6 getrennt.

2. Wie Verhalten nach Konflikten gemessen wird

2.1 Der Vergleich von Nachkonfliktphase und Kontrollbeobachtung

Freundlicher Kontakt nach einem Streit allein belegt noch keine Versöhnung. Tiere, die zusammenleben, interagieren ohnehin oft. Die Standardmethode arbeitet deshalb mit einem Vergleich. Nach einer aggressiven Interaktion wird das Opfer, in manchen Studien auch beide Gegner, über einen festen Zeitraum beobachtet, die Nachkonfliktphase (post-conflict, PC), in Studien an Caniden meist 10 Minuten. Eine passende Kontrollbeobachtung (matched control, MC) desselben Tieres folgt an einem anderen Tag, zu einer vergleichbaren Uhrzeit und ohne vorausgehenden Konflikt. Die Methode geht auf Arbeiten an Rhesusaffen zurück (de Waal & Yoshihara, 1983) und wurde später verfeinert (Veenema et al., 1994). Die Einzelheiten unterscheiden sich: Am Wolf Science Center fand die MC am nächstmöglichen Tag zur selben Uhrzeit statt, sofern es in den 10 Minuten davor keine agonistische Interaktion gab (Cafazzo et al., 2018); in einer Studie an einem Zoorudel galten 30 Minuten ohne agonistische Interaktion als Bedingung (Cordoni & Palagi, 2008).

2.2 Angezogen, auseinandergehend und die korrigierte Versöhnungstendenz

Jedes PC–MC-Paar wird eingeordnet. Es gilt als „angezogen“ (attracted), wenn die früheren Gegner in der PC früher freundlichen Kontakt hatten als in der MC oder nur in der PC; als „auseinandergehend“ (dispersed), wenn der Kontakt in der MC früher kam oder nur in der MC; und sonst als „neutral“. Versöhnung ist dann gezeigt, wenn angezogene Paare deutlich häufiger sind als auseinandergehende, und nicht schon deshalb, weil nach Streitigkeiten freundlicher Kontakt vorkommt.

Um Gruppen und Arten zu vergleichen, verwenden Forschende die korrigierte Versöhnungstendenz (corrected conciliatory tendency, CCT): angezogene minus auseinandergehende Paare, geteilt durch alle Paare. Veenema et al. (1994) schlugen ein korrigiertes Maß vor, weil es anders als das ursprüngliche Maß unabhängig vom Grundniveau freundlicher Kontakte ist und sich deshalb für Vergleiche eignet. Eine CCT von 50 Prozent bedeutet, dass der Anteil angezogener Paare den Anteil auseinandergehender Paare um 50 Prozentpunkte übersteigt. Sie besagt nicht, dass sich die Tiere in genau der Hälfte aller Konflikte versöhnten. Eine CCT nahe null zeigt, dass sich angezogene und auseinandergehende Paare ungefähr ausgleichen; freundlicher Kontakt kann trotzdem vorkommen.

2.3 Fallstricke: Definitionen, Zeitfenster und Zusammenhang

Die Ergebnisse hängen von Entscheidungen ab, die leicht übersehen werden. Die erste: Was zählt als Aggression, was als freundlicher Kontakt? Wird gerichtetes Bellen als leichte Aggression und Schnüffeln an der Anogenitalregion als freundlicher Kontakt kodiert, zählen mehr Interaktionen als Konflikte und mehr Kontakte als freundlich. Beide Entscheidungen wurden in einer Hundestudie getroffen, und die Autoren einer späteren Studie vermuteten, dass dadurch sowohl die Zahl der Konflikte als auch die Zahl der Versöhnungen überhöht sein könnte (Cafazzo et al., 2018, mit Bezug auf Cools et al., 2008).

Die zweite ist das Zeitfenster. Veenema et al. (1994) fanden, dass zwei der drei verglichenen Methoden bei langen Beobachtungszeiträumen versagen können, und empfahlen, auf das Timing zu achten. Bei Caniden finden freundliche Wiederannäherungen meist in den ersten ein bis zwei Minuten statt (Abschnitt 3.5). Ein langes Zeitfenster, das nicht Minute für Minute ausgewertet wird, kann einen echten Effekt deshalb verwässern. Die dritte ist der Zusammenhang: Konflikte um Futter und Konflikte in anderen Situationen können sehr unterschiedliche Ergebnisse liefern (Abschnitt 3.6), und wer sie zusammenwirft, verdeckt diesen Unterschied. Schließlich braucht die Methode viele Konflikte. Eine Gruppe, die selten streitet, liefert wenige PC–MC-Paare, wie die Hundedaten in Abschnitt 4 zeigen.

2.4 Stress nach Konflikten messen

Bei Javaneraffen zeigten Opfer nach Konflikten mehr spannungsbezogene Verhaltensweisen wie Kratzen, Schütteln und Selbstputzen und hatten ein höheres Risiko, erneut angegriffen zu werden. Versöhnung und umgelenkte Aggression, also Aggression gegen ein unbeteiligtes Tier, verringerten diese Raten und die Wahrscheinlichkeit erneuter Angriffe, wobei Versöhnung wirksamer war (Aureli & van Schaik, 1991). Hier liegt der Ursprung von selbstgerichtetem Verhalten als Maß für Angst nach Konflikten. Die Übertragung auf Caniden ist nicht einfach. Bei Polarwölfen machte Kratzen nur 0,74 Prozent der stressbezogenen Verhaltensweisen in den Nachkonfliktphasen aus, Lippenlecken dagegen 75,82 Prozent (Lazzaroni et al., 2017). Welche Verhaltensweisen bei einem Caniden nach einem Konflikt Stress anzeigen, ist eine eigene Messfrage (was Verhaltens- und Körpermaße für Stress zeigen können). Für Aussagen über Angst nach Konflikten bei Hunden gibt es keine direkte Studie.

3. Versöhnung bei Wölfen

Vier Gruppen von Studien haben die PC–MC-Methode auf Wolfsrudel angewendet, und in allen wurde Versöhnung gefunden.

3.1 Ein Zoorudel in Pistoia

Die erste Studie an Caniden begleitete ein Rudel im Zoo von Pistoia über 13 Monate, von März 2005 bis Mai 2006 (Cordoni & Palagi, 2008). Das Rudel bestand aus neun erwachsenen Wölfen, fünf Rüden und vier Fähen: in Gefangenschaft geborene Geschwister und ihr Vater, eine „aufgelöste Familie“ ohne die Mutterfähe. Die Forschenden erfassten 3.344 Konflikte und 336 PC–MC-Paare. Angezogene Paare überwogen die auseinandergehenden, und die mittlere CCT lag bei 53,2 Prozent. Opfer richteten in den PCs einen größeren Anteil ihres freundlichen Verhaltens an den früheren Gegner als in den MCs, was auf gezielte Annäherung hinweist. Die CCT unterschied sich weder zwischen den Geschlechterkombinationen noch zwischen Konflikten niedriger und hoher Intensität (59,2 gegenüber 50,1 Prozent, nicht signifikant) und hing nicht mit dem Rangabstand zusammen. Angreifer und Opfer unterschieden sich nicht signifikant darin, wie oft sie den Kontakt einleiteten. Die Grenzen sind klar: ein Rudel, neun verwandte Tiere, ein Zoo.

3.2 Polarwölfe in Olomouc

Eine zweite Studie beobachtete ein Familienrudel von Polarwölfen im Zoo von Olomouc 154 Stunden lang (Lazzaroni et al., 2017). Das Rudel umfasste anfangs 19 Wölfe und am Ende 14; eine Mutterfähe wurde vor Beginn der Datenerhebung herausgenommen, nachdem die andere sie schwer verletzt hatte, und ein erwachsener Rüde, weil das Rudel ihn fortlaufend bedrängte. Die Forschenden erfassten 585 Aggressionen mit Körperkontakt und 386 ohne und sammelten 133 PC–MC-Paare. Die mittlere CCT lag bei 46,87 Prozent. Gegnerkontakt nach dem Konflikt kam vor allem außerhalb der Fütterung vor, häufiger, wenn das Opfer ranghöher und der Angreifer rangniedriger war, und ging häufiger vom Opfer aus. Die Autoren betonten, ihre Ergebnisse seien „mit einer gewissen Vorsicht“ zu betrachten: ein Zoorudel, eine wechselnde Zusammensetzung und keine Wiederholung in freier Wildbahn.

3.3 Zwei wilde Rudel im Yellowstone

In zwei frei lebenden Rudeln im Yellowstone, dem Druid-Peak-Rudel mit 16 Wölfen und dem Blacktail-Deer-Plateau-Rudel, gewannen Forschende in einem Winter aus 106 Stunden Video 34 PC- und 34 MC-Phasen (Baan et al., 2014). Von allen Konflikten in den PC-Phasen (34 erste, 7 erneute) folgte auf 61,0 Prozent (25) eine Versöhnung, auf 4,9 Prozent (2) Trost und auf 19,5 Prozent (8) erbetener Trost, bei dem das Opfer sich einem Unbeteiligten näherte. Die CCT lag bei 44,1 Prozent, und Versöhnung ging vor allem von den Opfern aus. Die Autoren argumentierten, die gegenseitige Abhängigkeit im Rudel könne den Aufwand für Konfliktentschärfung erklären, „ohne dass man besondere Beziehungen von gegenseitigem Wert bemühen muss“. Die Daten von wilden Tieren sind wertvoll, aber spärlich.

3.4 Nicht verwandte Wölfe am Wolf Science Center

Die vierte Studie beobachtete vier Rudel nicht verwandter, von Hand aufgezogener Wölfe am Wolf Science Center in Österreich, mit zwei bis fünf Tieren pro Rudel (Cafazzo et al., 2018). Aus 419 aggressiven Interaktionen ergaben sich 177 PC–MC-Paare. Freundlicher Kontakt zwischen den Gegnern kam in 42,4 Prozent der PCs vor, gegenüber 19,8 Prozent der MCs, 71 von 177 Konflikten wurden versöhnt, und die mittlere CCT lag bei 22,46 Prozent, mit einer Spanne zwischen einzelnen Tieren von −25,00 bis 63,16 Prozent. Versöhnung war wahrscheinlicher, wenn die Gegner im Rang weiter auseinander lagen, außerhalb der Fütterung und nach Aggression hoher Intensität (48 von 104 gegenüber 22 von 71 Konflikten). Sie ging in 58 Fällen vom Opfer und in 13 vom Angreifer aus. Die Autoren führten die niedrigere CCT darauf zurück, dass die Rudel aus nicht verwandten Tieren bestanden, nicht auf die Rudelgröße.

3.5 Schnell und kurz

Freundliche Wiederannäherungen bei Wölfen kamen schnell. Am Wolf Science Center war der Unterschied zwischen PC und MC in der ersten Minute am größten, die mittlere Latenz lag bei 99,4 ± 145,8 Sekunden, und die meisten Versöhnungen fanden innerhalb von zwei Minuten statt (Cafazzo et al., 2018). Bei Polarwölfen ereigneten sich 78,56 Prozent (44 von 56) der ersten freundlichen Kontakte in den PCs innerhalb von zwei Minuten, gegenüber 33,33 Prozent (4 von 12) in den MCs (Lazzaroni et al., 2017). Im Yellowstone war der Unterschied nur in den Minuten eins bis vier signifikant (Baan et al., 2014). Die Kontakte waren außerdem kurz, am Wolf Science Center im Mittel 8,2 ± 10,8 Sekunden. Eine Versöhnung, falls sie stattfindet, ist deshalb leicht zu übersehen: kein langes Kuscheln eine Stunde später, sondern eine kurze Annäherung innerhalb von ein, zwei Minuten.

3.6 Futter verändert das Bild

Am Wolf Science Center folgte auf 9 von 45 Konflikten bei vorhandenem Futter eine freundliche Interaktion, gegenüber 61 von 130 Konflikten außerhalb der Fütterung (Cafazzo et al., 2018). Der dort angegebene Prozentwert passt nicht zu diesen Zahlen, deshalb stehen hier die Zahlen. Auch bei den Polarwölfen kam Gegnerkontakt vor allem außerhalb der Fütterung vor (Lazzaroni et al., 2017). Eine mögliche Deutung, die in den Studien nicht geprüft wurde, ist, dass ein Konflikt um eine noch vorhandene Ressource nicht vorbei ist, wenn die Aggression endet. So oder so beschreibt eine zusammengefasste CCT keine der beiden Situationen gut.

3.7 Was Versöhnung bei Wölfen bewirkt

Ob Versöhnung bei Wölfen eine Funktion hat, ist weniger klar, als dass sie vorkommt. Im Polarwolfrudel wurden 18 Fälle erneuter Aggression gegen das Opfer erfasst, 6 nach einem Gegnerkontakt und 12 ohne, und der Kontakt verringerte die Wahrscheinlichkeit erneuter Aggression (χ2 = 4,79, p = 0,03) und umgelenkter Aggression (1 von 12 Fällen nach einem Kontakt; χ2 = 8,34, p = 0,004) (Lazzaroni et al., 2017). Im Yellowstone unterschied sich erneute Aggression nicht zwischen PCs mit und ohne freundliches Verhalten (χ2 = 0,05, P = 0,81), allerdings bei nur 34 Konflikten (Baan et al., 2014).

Die Opfer im Polarwolfrudel zeigten in den PCs weit mehr stressbezogene Verhaltensweisen als in den MCs (943 gegenüber 360), aber Gegnerkontakt nach dem Konflikt senkte deren Rate nicht (Lazzaroni et al., 2017). Die stresssenkende Funktion, die Versöhnung oft zugeschrieben wird, stammt aus Studien an Primaten (Aureli & van Schaik, 1991). Die Belege stützen deshalb die Aussage, dass Gegnerkontakt bei Wölfen in manchen Situationen weitere Aggression verringern kann, nicht aber, dass er Beziehungen repariert oder die Tiere beruhigt.

4. Hunde in Gruppen: ein geteiltes Bild

4.1 Die erste Hundestudie

Nur zwei Studien haben die PC–MC-Methode auf Konflikte zwischen Haushunden angewendet. Die erste beobachtete drei Hundegruppen in menschlicher Haltung (Cools et al., 2008). Laut Zusammenfassung der Studie kamen sowohl Versöhnung als auch Interaktionen mit Dritten nach Konflikten vor, vertraute Hunde versöhnten einen signifikant höheren Anteil ihrer Konflikte als nicht vertraute und hatten weniger Konflikte, und die meisten Kontakte mit Dritten betrafen das Opfer.

Der Volltext ließ sich nicht prüfen, deshalb stehen die Zahlen hier nur so, wie spätere Autoren sie berichten. Nach Cafazzo et al. (2018) umfassten die Gruppen 7, 7 und 6 Hunde, über zwei Monate wurden 1.711 Konflikte erfasst und 606 Versöhnungen gezählt. Mehrere Hunde waren miteinander verwandt, und Vertrautheit und Verwandtschaft überschnitten sich weitgehend. Cafazzo und Kollegen berechneten aus den Daten der Studie mittlere CCTs von 16,6 bis 29,7 Prozent neu, Werte, die die ursprünglichen Autoren selbst nicht angegeben hatten. Außerdem gingen sich die Gegner nach ihren Angaben meist eine Zeit lang aus dem Weg, wenn nicht sofort eine Versöhnung folgte. Diese neu berechneten Werte liegen deutlich unter denen der drei verwandten oder familiären Wolfsrudel (44,1 bis 53,2 Prozent) und im Bereich der nicht verwandten Wölfe am Wolf Science Center.

4.2 Hunde am Wolf Science Center

Die zweite Studie war als direkter Vergleich angelegt (Cafazzo et al., 2018). Hunde aus ungarischen Tierheimen wurden ab dem zehnten Lebenstag in Gleichaltrigengruppen von Hand aufgezogen, genau wie die Wölfe, und in vier Rudeln mit zwei bis vier nicht verwandten Hunden gehalten (darunter ein Geschwisterpaar). In 403,26 Beobachtungsstunden an den Hunden zwischen 2013 und 2015 wurde jedes Opfer nach einem Konflikt 10 Minuten lang gefilmt, und die Übereinstimmung zwischen den Beobachtern war hoch (κ = 0,82).

Die Hunde stritten weit seltener als die Wölfe: 55 aggressive Interaktionen, also 0,14 pro Stunde, aus denen sich 30 PC–MC-Paare mit 8 Opfern ergaben. Von diesen 30 Konflikten waren 28 von hoher Intensität (die Prozentangaben der Studie für diese Aufteilung passen nicht zu den Zahlen), und Hundepaare hatten signifikant mehr Konflikte hoher Intensität als Wolfspaare. Freundlicher Kontakt zwischen den Gegnern kam in 23,3 Prozent der PCs und in 26,7 Prozent der MCs vor, und angezogene und auseinandergehende Paare unterschieden sich nicht (p = 0,59). Es gab keinen Hinweis auf Versöhnung. Stattdessen verbrachten Hundeopfer nach Konflikten signifikant weniger Zeit in der Nähe ihres Angreifers als Wolfsopfer, ohne Unterschied zwischen den Arten in den Kontrollphasen. Die Autoren folgerten, dass „Hundegegner keine Gelegenheit zur Versöhnung suchen, sondern sich lieber aus dem Weg gehen“.

Drei Hunde mussten aus ihren Rudeln genommen werden, weil Konflikte zu schwerer Aggression eskalierten; kein Wolf musste herausgenommen werden. Die Autoren merkten an, dass dadurch die Häufigkeit von Streit bei Hunden unterschätzt sein könnte, nicht aber ihre Neigung zur Versöhnung. Die Stichprobe ist klein, und es handelte sich um von Hand aufgezogene Hunde aus Tierheimen, die in Gehegen lebten, nicht um Familienhunde.

4.3 Warum sich die beiden Studien widersprechen

Cafazzo und Kollegen nannten zwei wahrscheinliche Gründe. Der erste sind Verwandtschaft und Vertrautheit: Die früheren Gruppen umfassten verwandte Hunde, und vertraute Hunde versöhnten sich häufiger, während die Hunde am Wolf Science Center nicht verwandt und zu Rudeln zusammengestellt worden waren. Die Wolfsdaten weisen in dieselbe Richtung, denn die nicht verwandten Wölfe hatten die niedrigste CCT aller Wolfsgruppen. Der zweite ist das Ethogramm (Abschnitt 2.3). Die Autoren folgerten, dass Versöhnung bei Hunden stärker als bei Wölfen von sozialen und Umweltbedingungen wie Verwandtschaft abhängen könnte und dass die Faktoren, die sie beeinflussen, „weiter untersucht werden müssen“. Auch eine Übersichtsarbeit beschreibt die Ergebnisse bei Hunden als widersprüchlich (Cordoni & Palagi, 2019). Eine dritte solche Studie war nicht zu finden, für Familienhunde, Hundetagesstätten, Tierheime oder frei lebende Hunde gibt es keine. Alles, was über Versöhnung zwischen Familienhunden gesagt wird, ist eine Übertragung.

4.4 Ausweichen als Strategie

Es liegt nahe, fehlende Versöhnung als Mangel zu deuten, doch die vergleichende Literatur stützt das nicht. Erdmännchen, eine Art mit gemeinschaftlicher Jungenaufzucht, zeigten keine Versöhnung (eine CCT von 0 Prozent) und wichen einander stattdessen aus, wie Cafazzo et al. (2018) und Baan et al. (2014) nach Kutsukake und Clutton-Brock (2008) berichten. Plausibel ist, dass Ausweichen das Risiko erneuter Aggression ohne riskante Annäherung an den Gegner senkt; bei Hunden geprüft ist das nicht.

Das Muster passt zu anderen Vergleichen aus demselben Forschungszentrum. In paarweisen Futtertests forderten rangniedrige Hunde ranghöhere Partner selten heraus, während bei Wölfen beide Partner Futter für sich beanspruchten und in ähnlichem Ausmaß agonistisches Verhalten zeigten; Aggression war bei beiden Arten selten und schwach (Range et al., 2015). An einem Kadaver hielten sich rangniedrige Hunde meist fern, während der ranghöchste Hund das Futter für sich beanspruchte, wohingegen rangniedrige Wölfe ebenso viel Zeit in der Nähe des Kadavers und beim Fressen verbrachten wie ranghohe; in paarweisen Tests förderte eine starke freundschaftliche Bindung bei beiden Arten das Teilen (Dale et al., 2017). Wie Cafazzo et al. (2018) diskutieren, scheinen Hunde in diesen Umgebungen eher Abstand zu halten als zu verhandeln (was Vergleiche gleich aufgezogener Hunde und Wölfe zeigen). Von Hand aufgezogene Wölfe und Hunde verhielten sich außerdem bei einer Bedrohung des Territoriums und bei der Trennung vom Rudel ähnlich, aber nur Wölfe zeigten dabei hormonelle Veränderungen, was die Autoren als stärkere emotionale Aktivierung bei Bedrohungen des Gruppenzusammenhalts deuteten (Wirobski et al., 2023). Das ist keine Konfliktstudie, passt aber dazu, dass der Gruppenzusammenhalt für Hunde in solchen Rudeln weniger Gewicht hat.

Zusammengenommen könnten Ausweichen und Abstandhalten nach einem Konflikt die normale Strategie von Hunden sein und kein Versagen. Die Daten sind spärlich und stammen nicht von Familienhunden, aber nichts in der Literatur deutet darauf hin, dass sich ein Hund, der nach einer Rangelei Abstand zu seinem Gegner hält, auffällig verhält.

4.5 Ritualisierte Konflikte in frei lebenden Gruppen und in der Hundetagesstätte

Viel Konfliktmanagement bei Hunden geschieht möglicherweise vor oder statt eines Kampfes. In einer Gruppe frei lebender Hunde war die Dominanzhierarchie linear, der Rang hing mit dem Alter zusammen, unterwürfig-freundliches Verhalten erfüllte die Kriterien eines formalen Unterwerfungssignals, auch wenn nicht alle Hunde es zeigten, und ranghohe Hunde hatten in der Regel Vorrang beim Futter (Cafazzo et al., 2010). In fünf Rudeln frei und halb frei lebender Hunde war „potenziell verletzende Aggression sehr selten“, Umkehrungen bei Unterwerfungsgesten kamen häufiger vor als bei Wölfen, und die Autoren vermuteten, dass der Rang in der Regel nicht durch Kämpfe erworben wird (Bonanni et al., 2017). In einer Hundetagesstätte mit 24 kastrierten Familienhunden war Unterwerfung ein besserer Anzeiger für den Status als Aggression, Aggression bestand vor allem aus ritualisierten Drohungen, und Konflikte mit Körperkontakt waren nie verletzend; die Hunde konnten sich lösen und weggehen (Trisko & Smuts, 2015). In einer Zwingergruppe mit 16 unkastrierten Hunden war das Absenken der Körperhaltung der beste Gesamtanzeiger für den Status (van der Borg et al., 2015).

Diese Studien verwenden Dominanz beschreibend, für die Asymmetrie agonistischer Beziehungen innerhalb eines Paares. Sie stützen nicht die Vorstellung, dass Hunde kämpfen, um Rang zu gewinnen, oder dass ein Kampf eine Rangfrage klärt, nach der wieder Frieden herrscht; keine Studie zu Verhalten nach Konflikten bei Hunden hat das geprüft. Warum Dominanz als Erklärung für Hundeverhalten scheitert, wird an anderer Stelle besprochen (was das Dominanzkonzept erklären kann und was nicht), ebenso die begrenzte Übertragbarkeit von frei lebenden Hunden auf Familienhunde (wie frei lebende Hunde ihr Sozialleben organisieren).

5. Dritte: Kontakt, Trost und Deutung

5.1 Unbeteiligte bei Wölfen

Im Rudel von Pistoia mit 580 PC–MC-Paaren unterschieden die Forschenden zwischen unaufgefordertem Kontakt durch Dritte, von einem Unbeteiligten zum Opfer, und erbetenem Kontakt, vom Opfer zu einem Unbeteiligten (Palagi & Cordoni, 2009). Beide lagen in den ersten zwei bis drei Minuten nach einem Konflikt über dem Grundniveau. Unaufgeforderte Kontakte lagen nach Konflikten niedriger und mittlerer Intensität über dem Grundniveau, nicht aber nach Aggression hoher Intensität, nach Deutung der Autoren, weil Unbeteiligte potenziell gefährliche Situationen mieden. Sie waren zwischen engen Partnern häufiger und dann, wenn keine Versöhnung stattgefunden hatte, und erneute Aggression war seltener, wenn sie vorkamen. Opfer, die mehr unaufgeforderten Kontakt erhielten, zeigten weniger umgelenkte Aggression. Die Autoren betonten, dass die kognitiven Fähigkeiten hinter der Konfliktlösung bei Caniden „noch im Detail untersucht werden müssen“. Eine spätere Auswertung fand, dass Kontakt zum Opfer erneute Angriffe des früheren Angreifers verringerte, während Kontakt zum Angreifer Angriffe auf unbeteiligte Gruppenmitglieder begrenzte (Cordoni & Palagi, 2015).

5.2 Unbeteiligte bei Hunden

Für Hunde stammen die einzigen Daten von Cools et al. (2008). Laut einer Übersichtsarbeit richteten sich Kontakte von Unbeteiligten häufiger an Opfer als an Angreifer, der Kontakt zum Opfer war „deutlich höher“ als der Kontakt zwischen den früheren Gegnern, und Vertrautheit schien ihn nicht signifikant zu beeinflussen; für eine Untersuchung der Funktionen von „Trost“ und „Beschwichtigung“ bei Hunden reichten die Daten nicht aus (Cordoni & Palagi, 2019). Kolkraben zeigen ein ähnliches Muster, mit schwachen Belegen für Versöhnung und starken Belegen für Kontakt durch Unbeteiligte (Fraser & Bugnyar, 2010). Ob Hunde dieses Muster verlässlich zeigen, wurde über die eine beschreibende Studie hinaus nicht geprüft.

5.3 Warum Trost eine Deutung ist

Kontakt eines Unbeteiligten zum Opfer heißt oft Trost, und der Begriff unterstellt, dass er den Kummer des Opfers lindert. Das muss gezeigt werden. Selbst bei Schimpansen war die stresslindernde Wirkung angenommen, aber „nie nachgewiesen“ worden, bis eine Studie geringere Verhaltensmaße für Stress bei den Empfängern zeigte (Fraser et al., 2008). Bei Schimpansen im Zoo von Chester traten Trost und Versöhnung eher an die Stelle des jeweils anderen (Fraser & Aureli, 2008). Ob Trost Ausdruck von Empathie ist, ist umstritten: In einem großen Schimpansen-Datensatz kam er vor allem zwischen sozial nahestehenden Tieren vor, und ranghohe Männchen trösteten oft, vermutlich im Rahmen einer schlichtenden Rolle (Romero et al., 2010). Japanmakaken zeigten Versöhnung, aber keinen Trost, nicht einmal unter Verwandten (Aureli et al., 1993), sein Vorkommen muss also Art für Art geprüft werden.

Außerhalb der Primaten putzten Präriewühlmäuse vertraute Käfiggenossen mehr, nachdem diese einen Stressor erlebt hatten, glichen sich deren Angst und deren Anstieg von Corticosteron an und taten dies nicht mehr, wenn Oxytocinrezeptoren im vorderen Gyrus cinguli blockiert wurden (Burkett et al., 2016). Das ist weder eine Studie nach Aggression noch eine Studie an Hunden, aber sie zeigt, welche Belege nötig wären. Für Konflikte zwischen Hunden gibt es solche Belege nicht. Wenn ein dritter Hund zu einem Hund geht, der gerade angeschnappt wurde, ist die Beobachtung, dass sich ein Unbeteiligter dem Opfer genähert hat. Ob er tröstet, nachschaut, selbst Kontakt sucht oder nur vorbeigeht, ist nicht bekannt.

5.4 Reaktionen auf den Kummer eines Artgenossen

Die nächstliegende Hundestudie hat mit Konflikten nichts zu tun. Bei 16 Paaren zusammenlebender Hunde steigerte das Abspielen von Fiepen die Aufmerksamkeit und stressbezogenes Verhalten im Vergleich zu einem Kontrollgeräusch, und die Hunde zeigten danach mehr zuwendendes Verhalten gegenüber ihrem vertrauten Partner (Quervel-Chaumette et al., 2016). Die Autoren merkten an, dass die Hunde möglicherweise auf den Unterschied zwischen Hunde- und Nicht-Hundegeräusch reagierten und nicht auf den emotionalen Gehalt. Die Studie zeigt eine Reaktion auf das Kummersignal eines Artgenossen, keinen Trost nach einem Streit (was Studien zur Gefühlsansteckung zeigen und was nicht). Die beruhigende Wirkung eines vertrauten Partners wird meist als soziale Pufferung untersucht, ein anderes Konzept (wie ein vertrauter Partner Stress abpuffern kann).

6. Konflikte mit Menschen: eine eigene Frage

6.1 Nach dem Schimpfen

In einer Studie schimpfte ein Halter mit dem Hund, weil er menschliches Essen „gestohlen“ hatte, während ein zweiter Halter passiv blieb und eine Person aus dem Versuchsteam filmte (Cavalli et al., 2016). Das Verhalten des Hundes wurde 3 Minuten und 30 Sekunden vor und nach dem Schimpfen erfasst. Von 24 getesteten Hunden blieben 17 erwachsene Hunde zwischen 1 und 12 Jahren übrig; Hunde mit Aggression oder übermäßiger Angst gegenüber Menschen waren vorab ausgeschlossen worden. Nach dem Schimpfen suchten die Hunde mehr Nähe zum schimpfenden Halter, schauten ihn häufiger an, wedelten mehr und zeigten beschwichtigendes Verhalten wie Blickabwenden, angelegte Ohren, Lippenlecken und Ducken. Beim zweiten Halter suchten sie nicht mehr Kontakt, also auch keinen Trost. Als Grenzen nannten die Autoren eine anwesende fremde Person, das Auftreten der meisten dieser Verhaltensweisen innerhalb von 30 Sekunden, dass nur der Hund Kontakt einleiten konnte, und eine einzige Futtersituation. Die Verhaltensweisen überschneiden sich mit denen aus der Forschung zum sogenannten Schuldblick, den die Autoren diskutieren (was die Studien zum Schuldblick gefunden haben).

6.2 Wenn Halter streiten

In zwei weiteren Studien beobachteten Hunde, wie ihre Halter miteinander stritten (Rial et al., 2025). In beiden richteten die Hunde mehr freundliches Verhalten an das „Opfer“ des Streits als in der Kontrollbedingung. Mehr stressbezogenes Verhalten trat nur in der zweiten Studie auf, in der die Hunde auch Verhalten an den „Angreifer“ richteten, „das als Beschwichtigung gedeutet werden könnte“. Die Bindung an den jeweiligen Halter schien das freundliche Verhalten nicht zu beeinflussen, und die Wirkung auf den Gefühlszustand der Person muss noch untersucht werden. Stichprobengrößen liegen aus den hier verwendeten Quellen nicht vor.

6.3 Warum das die Frage zwischen Hunden nicht beantwortet

Diese Studien zeigen, dass Hunde auf Konflikte unter Beteiligung ihrer Menschen mit Annäherung, freundlichem und beschwichtigungsähnlichem Verhalten reagieren. Ein Hund, der sich einem schimpfenden Halter nähert, reagiert möglicherweise auf dessen verändertes Verhalten, auf das, was er als Nächstes erwartet, oder auf die Beziehung. Nichts davon lässt sich auf Streit zwischen Hunden übertragen, zu dem die einzigen Daten aus Hundegruppen in menschlicher Haltung stammen.

7. Beziehungsqualität und Vertrautheit

7.1 Die Hypothese der wertvollen Beziehung

Die einflussreichste Erklärung ist die Hypothese der wertvollen Beziehung: Tiere sollten sich eher mit Partnern versöhnen, deren Beziehung erhaltenswert ist. De Waal (2000) argumentierte, dass sich das ganze Gefüge von Gegengewichten zur Aggression „nur dann, wenn soziale Beziehungen geschätzt werden“, erwarten lässt. Im klassischen Experiment steigerten Forschende den Wert der Paarbeziehungen von Javaneraffen, indem sie eine gemeinsame Futteraufgabe trainierten, und die Versöhnung nahm in 6 von 7 Paaren zu, mit einer mittleren Rate, die dreimal so hoch war wie der Ausgangswert (Cords & Thurnheer, 1993). Die Autoren merkten an, dass „es andere mögliche Erklärungen gibt“. Sieben Primatenpaare sind kein Beleg für Hunde.

7.2 Konkurrierende Erklärungen

Die integrierte Hypothese besagt, dass Konflikte zwischen engen Partnern mehr Angst nach dem Konflikt auslösen und Versöhnung dadurch wahrscheinlicher wird. Bei Schimpansen in Arnheim wurde sie überwiegend bestätigt (Koski et al., 2007), bei den Polarwölfen nicht (Lazzaroni et al., 2017). Eine andere Sicht ist, dass Versöhnung kurzfristigen Zielen wie dem Zugang zu Ressourcen dient. Eine Übersichtsarbeit zu Primaten warnte: „Es gibt gute Gründe, die Gültigkeit des Modells der Beziehungsreparatur zu bezweifeln, aber es ist in der Versöhnungsliteratur fest verankert, vielleicht weil es zu unserem eigenen Alltagsmodell passt“ (Silk, 2002). Diese Warnung gilt bei Hunden besonders.

7.3 Was die Daten zu Caniden zeigen

Bei Wölfen sagte die Beziehungsqualität Versöhnung nur schwach oder gar nicht voraus. In Pistoia gab es nur einen Trend (CCT 56,0 Prozent in schwachen gegenüber 74,1 Prozent in engen Beziehungen, p < 0,1) und keinen Zusammenhang auf Gruppenebene (Cordoni & Palagi, 2008). Am Wolf Science Center hatte die Symmetrie freundlichen Verhaltens keinen Einfluss (Cafazzo et al., 2018). Die Autoren der Polarwolfstudie vermuteten, dass eine hohe Verwandtschaft im Rudel die Bedeutung der Beziehungsqualität verringern könnte (Lazzaroni et al., 2017). Bei Hunden ist der einzige einschlägige Befund, dass sich vertraute Hunde bei Cools et al. (2008) häufiger versöhnten, wobei Vertrautheit und Verwandtschaft weitgehend vermischt waren.

Eine Übersichtsarbeit ging weiter: „Die Funktion der sozialen Reparatur, die dem Versöhnungsmechanismus zugeschrieben wird, ist für Hunde vermutlich nutzlos“, und begründete das mit dem Fehlen gemeinsamer Jagd und gemeinschaftlicher Jungenaufzucht (Cordoni & Palagi, 2019). Das ist eine Deutung der Autoren, kein geprüfter Befund. Sie passt zu den Daten zum Ausweichen, aber Familienhunde, die eng mit anderen Hunden und mit Menschen zusammenleben, wurden nicht untersucht.

8. Konflikten vorbeugen, bevor sie beginnen

8.1 Spiel: Asymmetrie ohne Zusammenbruch

Eine verbreitete Regel besagt, dass Hunde ihr Spiel freundlich halten, indem sie sich als Gewinner und Verlierer abwechseln. Bei 55 Paaren in einem Hundepark waren nur 5,4 Prozent in diesen Rollen ausgeglichen, und 21,8 Prozent waren vollständig asymmetrisch (Bauer & Smuts, 2007). In 203 Spielsequenzen verkürzte Asymmetrie die Spieldauer, was die Autoren als „Begrenzung des Risikos einer möglichen Eskalation“ deuteten (Cordoni et al., 2016). Spielverbeugungen folgten meist auf Pausen und leiteten das Spiel neu ein, statt riskante Aktionen zu markieren (Byosiere et al., 2016), und schnelles Nachahmen von Spielsignalen ging mit längeren Spielsequenzen und engeren Bindungen einher (Palagi et al., 2015). Hunde scheinen ihr Spiel über Pausen, Neubeginn und frühes Beenden zu regeln, nicht über strenge Fairness (wie sich Spiel von Eskalation unterscheidet).

8.2 Beschwichtigungssignale, im Zusammenhang gelesen

Beschwichtigungssignale werden vielerorts als Verhalten gelehrt, das Konflikte beendet. In der einzigen Pilotstudie zwischen Hunden traf jeder von 24 Hunden ohne Leine auf vier andere Hunde (Mariti et al., 2017). Keiner von 109 aggressiven Episoden ging ein Beschwichtigungssignal voraus. Nachdem sie Aggression erfahren hatten, zeigten die Hunde in 67,0 Prozent (73) der Fälle mindestens ein Beschwichtigungssignal; in 79,4 Prozent davon (58) ebbte die Aggression ab, in 5,5 Prozent nahm sie zu, und in 15,1 Prozent blieb sie unverändert. Schnauzenlecken kam bei vertrauten Hunden häufiger vor. Einen Vergleich, wie oft Aggression ohne solche Signale abebbt, gab es nicht, und die Kategorien waren nicht einzeln geprüft. Als sich unbekannte Menschen 53 Hunden leicht bedrohlich oder neutral näherten, gingen Nasenlecken und Lippenwischen unabhängig von der Bedingung mit einer nicht reaktiven Haltung einher; die Autoren folgerten, dass mutmaßliche Beschwichtigungssignale „nicht strikt an eine konfliktbeladene Situation gebunden“ sind (Pedretti et al., 2023) (was Studien zu Beschwichtigungssignalen stützen).

8.3 Unterwerfung, Abstand und Zusammenhang

Formale Unterwerfungssignale und Weggehen sind weitere Formen der Vorbeugung. In der Hundetagesstätte erfüllte Schnauzenlecken die Kriterien eines formalen Unterwerfungssignals, abgesehen von der Abdeckung aller Paare (Trisko & Smuts, 2015), und in der Zwingergruppe waren Wedeln mit dem ganzen Körper und tiefe Körperhaltungen die besten Anzeiger für Unterwerfung (van der Borg et al., 2015). Keine dieser Verhaltensweisen hat eine feste Bedeutung. Was ein Lecken, ein Kopfabwenden, ein Schnüffeln oder ein Schritt zur Seite bedeutet, hängt davon ab, wer beteiligt ist (Alter, Geschlecht, Vertrautheit, gemeinsame Geschichte), worum es im Konflikt ging (Futter, ein Liegeplatz, ein Mensch, ein Spiel, das gekippt ist), wie die beiden Hunde normalerweise miteinander umgehen und wo es geschah (Platz zum Ausweichen, andere Hunde, Menschen). Signale und Verhalten nach Konflikten lassen sich nur in diesem Zusammenhang lesen, und selbst dann ist die Deutung eine Vermutung, die du daran prüfst, was als Nächstes passiert. „Er entschuldigt sich“ geht über alles hinaus, was gemessen wurde.

9. Mehrhundehaushalt und Zweithund

9.1 Was klinische Daten und Befragungen zeigen

Daten zu Konflikten zwischen Hunden im selben Haushalt stammen aus Überweisungsfällen und Befragungen. Bei 38 überwiesenen Paaren waren 79 Prozent gleichgeschlechtlich, und wo sich bestimmen ließ, welcher Hund den Streit begann, war es meist der jüngere (20 von 27) oder der später hinzugekommene Hund (19 von 27). Zu den Auslösern gehörten Aufmerksamkeit des Halters, Futter, Aufregung und gefundene Gegenstände. In 15 von 30 Fällen mit Angaben zu Verletzungen brauchte ein Hund tierärztliche Behandlung, und in 3 Fällen brauchte ein Halter ärztliche Hilfe. Die Halter berichteten nach der Behandlung insgesamt von 69 Prozent Verbesserung, und die Autoren folgerten, dass „Beständigkeit und Vorhersehbarkeit sozialer Interaktionen wesentlich“ sind (Wrubel et al., 2011). Bei 305 überwiesenen Paaren war Ressourcenverteidigung der häufigste Auslöser (72,8 Prozent), die angreifenden Hunde waren im Mittel 16 Monate jünger, und ein schlechter Verlauf hing mit gleichgeschlechtlichen Paaren, Bissen mit Hautverletzung und Aggression schon beim Anblick zusammen (Feltes et al., 2020) (was über Ressourcenverteidigung bekannt ist). In einer britischen Befragung berichteten 22 Prozent der Halter von aktueller Aggression gegenüber fremden Hunden und 8 Prozent gegenüber Hunden im eigenen Haushalt; Aggression im Haushalt hing unter anderem mit zunehmendem Alter und mit dem Einsatz von positiver Strafe oder negativer Verstärkung zusammen, wobei die Modelle weniger als 15 Prozent der Varianz erklärten (Casey et al., 2013). Das sind Zusammenhänge aus Problemfällen, keine Risikoschätzungen für jedes Paar (was die Forschung zu Konflikten im Mehrhundehaushalt zeigt). Keine Studie stützt den Rat, Kämpfe einfach laufen zu lassen.

9.2 Raum geben, statt Kontakt zu erzwingen

Wenn Ausweichen nach Konflikten eine normale Strategie von Hunden ist, muss Abstand nach einer Rangelei nicht behoben werden, und keine Studie zeigt, dass es hilft, die Hunde danach zusammenzubringen.

Aus der Praxis: Nach einer Rangelei raten wir Haltern, beiden Hunden Raum zu geben, statt sie zum „Vertragen“ zusammenzubringen: getrennte Liegeplätze, eine Weile keine gemeinsamen Leckerchen und kein enges Anfassen beider Hunde gleichzeitig, und die Hunde selbst entscheiden lassen, wann sie sich wieder annähern. Das stammt aus unserer Trainingspraxis und wurde nicht in einer Studie geprüft.

9.3 Management im Mehrhundehaushalt

Aus der Praxis: In Haushalten mit mehr als einem Hund richten wir die Umgebung so ein, dass die Hunde nicht konkurrieren müssen: getrennte Futterplätze, besonders begehrte Kauartikel nur, wenn die Hunde getrennt sind, mehrere Liegeplätze mit Abstand zueinander und Türgitter oder geschlossene Türen in trubeligen Momenten wie beim Ankommen oder beim Zubereiten des Futters. Das ist Praxiserfahrung, die an den Auslösern aus den Fallserien ansetzt, kein geprüftes Vorgehen.

9.4 Auf wiederholte Konflikte zwischen denselben Hunden achten

Aus der Praxis: Wir bitten Halter, festzuhalten, wann, wo und zwischen welchen Hunden Konflikte auftreten, was davor passiert ist und wie lange die Hunde danach Abstand gehalten haben. Wenn dasselbe Paar immer wieder aneinandergerät, wenn Konflikte häufiger oder heftiger werden oder wenn ein Hund anfängt, bestimmte Räume zu meiden, nehmen wir das zum Anlass für eine tierärztliche Untersuchung und eine fachliche Einschätzung, statt darauf zu warten, dass die Hunde es unter sich klären. Das ist unser Arbeitsansatz, keine geprüfte Methode (wie sich Aggression über ihre Funktion verstehen lässt).

9.5 Einen Kampf unterbrechen

Anschreien, körperliche Strafe oder andere aversive Unterbrechungen können einen Kampf im Moment beenden. Die Frage ist, was die Hunde daraus lernen und zu welchem Preis: ob der andere Hund zum Vorboten von etwas Unangenehmem wird, ob die Angst in einer ohnehin angespannten Lage steigt, und dass der Auslöser danach immer noch da ist (was über die Nebenwirkungen von Strafe bekannt ist). Die Fallserien aus Haushalten zeigen außerdem, dass Halter verletzt werden können (Wrubel et al., 2011).

Aus der Praxis: Wir raten, kämpfende Hunde mit etwas zwischen ihnen zu trennen, etwa einer Tür, einem Gitter oder einem Brett, und nicht mit den Händen, und sie getrennt zu halten, bis sie sich beruhigt haben und die Situation eingeschätzt ist. Bei einem Zweithund schauen wir darauf, wie Ressourcen, Platz und Aufmerksamkeit geteilt werden und wie leicht jeder Hund Abstand halten kann. Das stammt aus der Praxis, nicht aus einer Studie.

10. Zusammenfassung auf einen Blick

Gemessen wird Verhalten nach Konflikten im Vergleich mit einer passenden Kontrollbeobachtung. Versöhnung ist nur dann gezeigt, wenn freundlicher Kontakt zwischen den früheren Gegnern nach Konflikten früher oder häufiger auftritt (Veenema et al., 1994), und die Ergebnisse hängen von Verhaltensdefinitionen, Zeitfenstern und Zusammenhang ab. Wölfe versöhnten sich in allen untersuchten Gruppen, mit CCTs von 22,46 bis 53,2 Prozent, meist innerhalb von ein bis zwei Minuten und seltener bei Futter (Cordoni & Palagi, 2008; Baan et al., 2014; Lazzaroni et al., 2017; Cafazzo et al., 2018). Belege für eine Funktion beschränken sich auf weniger erneute und umgelenkte Aggression in einem Rudel in Gefangenschaft; keine Studie an Caniden hat eine Stresssenkung gezeigt.

Bei Hunden ist die Beweislage geteilt und dünn: Eine Studie an drei Gruppen in menschlicher Haltung berichtete von Versöhnung (Cools et al., 2008), während der einzige direkte Vergleich von Wolf und Hund Ausweichen fand (Cafazzo et al., 2018). Ausweichen könnte die normale Strategie sein. „Trost“ zwischen Hunden ist eine Deutung ohne Funktionsprüfung. Studien zu Konflikten mit Menschen sagen nichts Direktes über Konflikte zwischen Hunden (Cavalli et al., 2016; Rial et al., 2025). Verhalten nach Konflikten lässt sich nur im Zusammenhang lesen.

11. Forschungslücken und kritische Einordnung

11.1 Wenige Studien, kleine Stichproben

Zu Konflikten zwischen Hunden gibt es zwei PC–MC-Studien mit gegensätzlichen Ergebnissen. Die Studie, die keine Versöhnung fand, hatte 30 PC–MC-Paare und 8 Opfer (Cafazzo et al., 2018). Die Daten zu wilden Wölfen umfassen 34 Konflikte aus zwei Rudeln in einem Winter (Baan et al., 2014), und jede Zoostudie betrifft ein einziges Rudel (Cordoni & Palagi, 2008; Lazzaroni et al., 2017). Wiederholungsstudien fehlen fast völlig.

11.2 Populationen

Keine Studie zu Konflikten zwischen Hunden hat Familienhunde untersucht. Die eine untersuchte Gruppen in menschlicher Haltung mit unklarer Herkunft und Unterbringung, die andere von Hand aufgezogene Hunde aus Tierheimen mit nicht verwandten Rudelmitgliedern in Gehegen. Verwandtschaft, Vertrautheit und Lebensbedingungen unterscheiden sich grundlegend von einem typischen Haushalt mit zwei Hunden.

11.3 Definitionen und Messgrößen

Ethogramme, Zeitfenster und Kontrollregeln unterscheiden sich zwischen den Studien, und weite Definitionen können sowohl Konflikte als auch Versöhnungen überhöhen (Cafazzo et al., 2018). In einer zentralen Studie passen die angegebenen Prozentwerte bei zwei Ergebnissen nicht zu den Zahlen. Stressanzeichen nach Konflikten sind für Caniden kaum geprüft: Bei Polarwölfen überwog Lippenlecken, während Kratzen, das klassische Maß bei Primaten, fast nicht vorkam (Lazzaroni et al., 2017).

11.4 Funktion und Daten aus zweiter Hand

Der einzige signifikante Befund zur Funktion bei Caniden stammt aus einem Rudel in Gefangenschaft (Lazzaroni et al., 2017), und keine Studie hat die Funktion des Kontakts durch Dritte bei Hunden geprüft. Die Hypothese der wertvollen Beziehung stützt sich experimentell auf sieben Makakenpaare (Cords & Thurnheer, 1993) und wird in der Primatologie selbst infrage gestellt (Silk, 2002). Die Studien zu Konflikten mit Menschen hatten kleine oder nicht angegebene Stichproben und nur eine Situation (Cavalli et al., 2016; Rial et al., 2025). Die Zahlen zur ersten Hundestudie stammen aus späteren Arbeiten, und mehrere Primatenquellen werden nur für ihre Begriffe zitiert.

12. Fazit

Versöhnung ist bei Primaten und Wölfen gut belegt, die Messmethode ist etabliert. Bei Hunden berichtete eine Studie an Gruppen in menschlicher Haltung von Versöhnung, und der einzige direkte Vergleich mit gleich aufgezogenen Wölfen fand, dass Hunde einander nach Konflikten aus dem Weg gingen. Ausweichen und Abstandhalten könnten die normale Strategie von Hunden sein und kein Zeichen dafür, dass etwas schiefgelaufen ist. Behauptungen, Hunde würden sich nach einem Streit vertragen, entschuldigen oder einander trösten, wurden nicht so geprüft, dass sie gestützt wären, und eine stresssenkende Funktion von Versöhnung ist nur bei Primaten gezeigt.

Für dich als Halter verschiebt das den Blick: weg vom Abwarten oder Herbeiführen einer Versöhnung, hin dazu, Konflikten durch Management vorzubeugen, den Hunden nach einer Rangelei Raum zu geben und auf Muster zwischen denselben Hunden zu achten. Was ein Lecken, ein Kopfabwenden oder ein Schritt zur Seite bedeutet, kannst du nur im Zusammenhang beurteilen: wer beteiligt war, worum es ging, wie die Hunde normalerweise miteinander umgehen und wo es passiert ist.

Wichtigste Erkenntnisse im Überblick

  • Versöhnung ist nur dann gezeigt, wenn freundlicher Kontakt zwischen früheren Gegnern nach einem Konflikt früher oder häufiger auftritt als in einer passenden Kontrollbeobachtung (Veenema et al., 1994).

  • Wölfe versöhnten sich in allen untersuchten Rudeln, meist innerhalb von ein bis zwei Minuten und seltener nach Konflikten um Futter (Cordoni & Palagi, 2008; Lazzaroni et al., 2017; Cafazzo et al., 2018).

  • Bei Hunden ist die Beweislage geteilt: Eine Studie an Gruppen in menschlicher Haltung berichtete von Versöhnung (Cools et al., 2008), der einzige direkte Vergleich von Wolf und Hund mit 30 PC–MC-Paaren fand dagegen Ausweichen (Cafazzo et al., 2018).

  • Abstand halten nach einem Konflikt könnte eine normale Strategie von Hunden sein und kein Versagen sozialer Fähigkeiten.

  • Die Annäherung eines dritten Hundes „Trost“ zu nennen, ist eine Deutung; eine Stresssenkung durch Trost oder Versöhnung ist nur bei Primaten gezeigt (Fraser et al., 2008).

  • Studien zu Konflikten mit Menschen zeigen Annäherung und beschwichtigungsähnliches Verhalten gegenüber Menschen, sagen aber nichts Direktes über Streit zwischen Hunden (Cavalli et al., 2016; Rial et al., 2025).

  • Signale und Verhalten nach Konflikten lassen sich nur im Zusammenhang lesen: wer, welcher Konflikt, welche Beziehung, welche Umgebung.

  • Im Mehrhundehaushalt helfen Management der Auslöser, Raum nach einer Rangelei und Aufmerksamkeit für wiederholte Konflikte zwischen denselben Hunden mehr als die Erwartung, dass sich die Hunde vertragen.

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